Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland und Russlands Stellung im Welthandel – was ist kennzeichnend, was ist perspektivisch möglich? – Eine realistische Vision für Integration, Frieden und Wohlstand in Europa

Der Konflikt um die Krim droht sich auch auf die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland auszuwirken. Den politischen Konflikt zu bewerten ist das eine. Wir haben dies im anderen Rahmen bereits verschiedentlich getan. Der folgenden Analyse sei hierzu ergänzend diese Überlegung vorangestellt: Die Sozialisierung der jetzt in der Politik herrschenden Generation scheint mir, bis tief hinein in die jüngsten Jahrgänge, noch tief geprägt durch die Erziehung im Kalten Krieg. Und zwar sowohl im Osten wie im Westen und im linken wie im rechten Lager, um diese schon vergessen geglaubten, jetzt aber wieder präsenten Kategorien zu bemühen. Es erscheint mir dabei immer richtig, zunächst vor der eigenen, der deutschen und europäischen Haustür zu kehren. Davon sind die Verantwortlichen in Politik und Medien jedoch weit entfernt. Unreflektiert und selbstgerecht bewegen sich die Protagonisten, von der Reporterin auf dem Maidan bis hin zum deutschen Außenminister, wie Elefanten in einem Porzellanladen. Und politisches Porzellan, mühsam über Jahrzehnte hergestellt, ist bereits reichlich in wenigen Monaten zerschlagen worden. Umso wichtiger ist es, ähnlich wie im Fall Venezuela, zu nüchternen Einsichten zurückzukehren (siehe hierzu auch zur Ukraine), Ausgangslagen zu recherchieren und zu bewerten und auf diesem Weg politischen Entscheidungen ein Fundament zu geben, das für tragfähige friedliche und produktive Lösungen von Konflikten unabdingbar ist. Was kennzeichnet also Russlands ökonomische Entwicklung seit den Umbrüchen der 1990er Jahre, und wie kann diesem Land entsprochen, ja, geholfen werden, wie kann Russland weiter in die internationale Gemeinschaft integriert werden, anstatt es, wie es die EU, die USA und die NATO in geschichtsvergessener, Russland verteufelnder Art und Weise seit Monaten, ja, Jahren unternehmen, weiter an den Rand zu drängen? Das heißt nicht, Russland von der Verantwortung für die bisherige Entwicklung freizusprechen. Im Gegenteil, die Ökonomie Russlands verweist auf grobe wirtschaftspolitische Vernachlässigungen, wenn nicht Verfehlungen bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Diese sollten jedoch nicht dazu dienen, dem Land mit Häme und Überheblichkeit zu begegenen, sondern mit einem Angebot, sich an einer wirtschaftspolitischen Wende zu beteiligen. Deutschland müsste hierfür nur in die jüngere Geschichte zurückblicken, um zu erkennen, dass dies für beide Seiten, natürlich auch für Europa als Ganzes, positive Perspektiven für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kontinents mit sich bringt, ganz anders als das, was wir derzeit beobachten…Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland und Russlands Stellung im Welthandel – was ist kennzeichnend, was ist perspektivisch möglich? – Eine realistische Vision für Integration, Frieden und Wohlstand in Europa (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)


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