WuG unterwegs: Tag 12 – 31. März 2015 – Dijon

Am Morgen, als ich mich noch leicht verschlafen in Gedanken über meine bisherige Reise verliere, schießt es mir das erste Mal durch den Kopf: Diese persönlichen Begegnungen bescheren mir ein ganz anderes Europa, als wir es von Politik und Medien präsentiert bekommen. Es ist ein offenes, gastfreundliches Europa, es ist ein Europa, das einen wildfremden Menschen in seinem Auto mitnimmt und für ihn noch viele Kilometer extra zurücklegt in eine Richtung, die nicht die seine ist, nur, um mich an einer Stelle abzusetzen, von der ich gut weiterkomme, es ist ein Europa, das für einen wildfremden Menschen einen Schlüssel hinterlegt, mit dem ich die Tür zu seinem Haus öffnen kann, damit ich eine Schlafstätte finde, obwohl gerade niemand zu Hause ist, es ist ein Europa, das gar nicht, wenig oder nur selten, wenn, aber zumeist tiefschürfend über die europäische Entwicklung und die der Welt insgesamt nachdenkt, es ist ein Europa, das die eigenen Probleme wahrnimmt und verlangt, sie zu überwinden, es ist ein Europa, das, wenn ich wieder einmal etwas orientierungslos und verloren an einer Weggabelung oder in einem Stadtzentrum stehe, auf mich zukommt und fragt, ob es mir helfen könne. Im Hintergrund höre ich wie sich jemand leise ins Bad schleicht. Es ist meine Gastfreundschaft, die ihr Zimmer neben mir hat. Sie ist wohl nur so leise, weil sie denkt, ich schlafe noch und mich nicht aufwecken möchte. Ich erlebe auch ein Europa der Rücksichtnahme. Ich erlebe ein großzügiges Europa. Ich beginne zu überlegen, wie ich den Tag heute gestalte. Am Abend ziehe ich zu einer weiteren Gastfreundschaft in Dijon, außerhalb des Zentrums gelegen. Der Tag aber steht mir zur freien Verfügung. Da ich mir Dijon bereits gestern ausgiebig angeschaut habe, entschließe ich mich, die Zeit hauptsächlich für das Schreiben zu nutzen. Weitere Reiseerlebnisse warten darauf, erzählt zu werden. Auch liegen einige Analysen in der Schublade, denen noch der letzte Schliff gegeben werden muss. Erst einmal aber möchte ich hinausgehen, meine vierbeinige Kollegin ausführen und einen Petit Café und einen Croissant zu mir nehmen…WuG unterwegs: Tag 12 – 31. März 2015 – Dijon (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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