Konjunktur: Industrieproduktion stiftet Verwirrung

Die Industrieproduktion gilt als wichtiger Konjunkturindikator. In WuG haben wir dessen Aussagekraft für die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität bereits des Öfteren analysiert und in Frage gestellt (siehe zuletzt hier und hier). Ein Nachteil ist, dass die Industrieproduktion nur einen Teilbereich der Wirtschaft abbildet, der noch dazu an Gewicht verliert. Ein anderer Nachteil ist der vergleichsweise späte Veröffentlichungstermin. Schließlich ist die Industrieproduktion von sehr starken Schwankungen gekennzeichnet und wird noch dazu im Nachhinein nicht selten nach oben oder unten revidiert. Auch das erschwert eine zuverlässige Einschätzung der Konjunktur. Eine zeitnahe und zuverlässige Konjunktureinschätzung kann allen Beteiligten am Wirtschaftsgeschehen Orientierung über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung geben und ermöglicht der Wirtschaftspolitik möglichen Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken. Die jüngste Meldung des Statistischen Bundesamts und Reaktionen darauf unterstreichen die erwähnten Nachteile der Industrieproduktion als Konjunkturindikator. Ein genauerer Blick in die Statistik zur Industrieproduktion aber hilft zumindest eine Entwicklung zu relativieren. Zudem erscheint die Einbeziehung der Industrieproduktion in die Konjunkturanalyse aus anderen Gründen sinnvoll…Konjunktur: Industrieproduktion stiftet Verwirrung (vollständiger Beitrag im Abonnement)


Dieser Text ist mir etwas wert


Verwandte Artikel: