Konjunktur, England: Die Spannungszahl für Großbritannien und eine Einschätzung der englischen Konjunktur

English Summary: WuG regularly analyses the business cycle so far for Germany, France, United States, Switzerland and the European Monetary Union as a whole as well as on other single countries on the basis of the monthly data of the labour market (unemployment=supply of labour; job openings=demand of labour). Out of this we calculate the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts. The result needs then careful interpretation and allows a very early and reliable estimation of the business cycle. So far this analysis is only published in German language under subscription. Since at least the Brexit the development of economic economic activity in the United Kingdom should be in the focus of economic, social and political development. With this article we will regularly analyse the business cycle of the United Kingdom, too. As before with other countries we have first proved whether the relationship between economic activity and the labour market is evident.

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Nach dem Brexit-Votum: Henrik Müller – der große Vereinfacher

Henrik Müller ist zwar laut Spiegel online tatsächlich “Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus” und sogar promovierter Volkswirt. Wie aber hat er das bloß geschafft! Müssen wir ihn doch schon wieder kritisch aufgreifen. Erneut tun wir das nur, um zumindest einige seiner sicherlich zahllosen Leser, die durch Zufall oder gezielt auf unser Medium stoßen, etwas nachdenklich zu stimmen und, nun ja, unseren Lesern ein weiteres Mal zu zeigen, dass sie ihr Geld nicht verkehrt anlegen, wenn sie Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung (WuG) abonnieren.

Konjunktur/Frankreich/Spannungszahl: Die Spannungszahl Mai 2016 und eine Einschätzung der französischen Konjunktur

English Summary: WuG regularly analyses the business cycle so far for Germany, France, United States, Switzerland and the European Monetary Union as a whole on the basis of the monthly data of the labour market (unemployment=supply of labour; job openings=demand of labour). Out of this we calculate the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts. The result needs then careful interpretation and allows a very early and reliable estimation of the business cycle. So far this analysis is only published in German language under subscription.

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Brexit: Deutschland ist besonders betroffen

Man hört allerorten die Einschätzung, dass die englische Volkswirtschaft besonders unter dem Brexit leiden werde. Alexander Graf Lambsdorff meinte heute früh im Deutschlandfunk (DLF), “negative wirtschaftliche Konsequenzen sind ohne jeden Zweifel für England abzusehen. Aber was das Ganze für die Europäische Union in der längeren Frist bedeutet, da ist, glaube ich, noch niemand angekommen.” Er sollte es besser wissen. So, wie der ebenfalls heute früh im DLF interviewte Markus Kerber zum Beispiel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

Brexit: Die ersten Konsequenzen

Der BREXIT ist offensichtlich entschieden. Selbst wenn die BREXIT-Gegner jetzt die noch offenen Wahlkreise zu hundert Prozent gewinnen sollten, könnten sie den Vorsprung der BREXIT-Befürworter nicht mehr aufholen. Die erste Konsequenz ist wohl die drastische Abwertung des Pfund. Weitere sind neue Unabhängigkeitsbestrebungen Nordirlands und Schottlands gegen Großbritannien. Die Wettbüros, die Meinungsforschungsinstitute und die meisten Medien, vor allem aber die Politik haben sich getäuscht. Eine wesentliche Ursache: Sie haben sich zu stark auf sich selbst und ihre Rolle als Meinungsführer verlassen, nicht aber auf die Stimmung in der Bevölkerung gehört, ihr nachgespürt. Die Regierenden zeigen sich enttäuscht – und bringen damit doch nur zum Ausdruck, dass sie die Lage falsch eingeschätzt haben. Die Abwertung des Pfund wird sich aller Voraussicht nach durchaus negativ auf deutsche Unternehmen und Arbeitsplätze auswirken (siehe dazu unsere Analyse hier). Die ersten Stellungnahmen von Moderatoren in führenden Medien, wie dem Deutschlandfunk zum Beispiel, und von Politikern zeigen, dass sie sich der Dimension der Entscheidung nicht bewusst sind. Wir werden in Kürze mehr dazu berichten.

Steigende Reallöhne als Krisenphänomen

Reallohnindex - 23-06-2016

Das Statistische Bundesamt meldet heute einen weiteren hohen Anstieg der Reallöhne in Deutschland für das erste Quartal 2016. Dankenswerterweise erklärt es auch, wo dieser hohe Anstieg hauptsächlich herrührt:

EM: Deutschlandfahne, ja oder nein?

“Guck mal hier”, sagte meine Freundin vorgestern zu mir, als ich in die Küche trat. Sie machte dabei einen leicht verstörten, unangenehm berührten Eindruck auf mich. Ich folgte ihrem Zeigefinger, und aufgrund ihres Gesichtsausdrucks erwartete ich eine dicke Spinne, die ich auf den Balkon bugsieren soll oder etwas anderes, vergleichbar schreckliches. Auf dem Stuhl hatte sich aber keine Spinne breit gemacht, sondern: eine Deutschlandfahne. Und zwar in der Form eines dicken wollenen Schals. Die Tochter, Erstklässlerin, gerade sieben Jahre alt geworden, hatte sie in der Schule geschenkt bekommen, vom Lehrer, als Belohnung für gute Leistungen. An sich, erklärte uns die Tochter, habe sie den gar nicht haben wollen, den Schal. Aber sie habe sich nicht getraut, nein zu sagen.

Brexit, Loi Travail: Eine Frage der Demokratie

Der Brexit beherrscht die Medien in Deutschland. Und nicht nur in Deutschland. Dafür gibt es gute Gründe. Nüchterne Gründe. Ökonomische. Aber in England ist die Demokratie nicht in Gefahr. Im Gegenteil. Sie wird gelebt. Das kann auch das schreckliche Attentat auf eine Labour-Abgeordnete nicht verhindern. Auf dem Spiel steht die Demokratie dagegen in Frankreich. Die Regierung Hollande ist nicht gewillt, dem Druck auf der Straße nachzugeben. Und nicht allein dem Druck auf der Straße. Bis zuletzt weisen Umfragen darauf hin, dass die Mehrheit der Franzosen die Proteste gegen die von der Regierung Hollande geplante Arbeitsrechtsreform für gerechtfertigt hält. Jetzt will Hollande die nächsten großen Demonstrationen verbieten. Ein mit dem Brexit vergleichbares Echo in den Medien findet das alles nicht. Hinzu kommen unsachliche, ja geradezu verfälschende Einschätzungen von vermeintlichen Experten, wie zuletzt vom Direktor des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg, Frank Baasner, im Deutschlandfunk (siehe dazu hier). Die nächste Demonstration gegen das neue Arbeitsrechtsgesetz soll am selben Tag stattfinden, an dem die englische Bevölkerung über den Austritt des Königreichs aus der Europäischen Union abstimmen darf. Am 23. Juni. Der Ausgang ist offen. Fest steht dagegen, dass Frankreich nicht erst mit dem geplanten Demonstrationsverbot dabei ist, die Demokratie abzuschaffen. Fest steht auch, dass ein Abschied Englands aus der EU nicht einem Abschied aus Europa gleichkommt. England wird so oder so ein Teil der demokratischen Staatengemeinschaft in Europa bleiben. Eine stabilere Entwicklung wird England nach unserer Einschätzung jedoch nehmen, wenn es in der EU bleibt. Auch die EU und die Europäische Währungsunion würden davon profitieren.