Archiv für Energiewende – aber richtig

WuG unterwegs: Tag 7 – 26. März 2015 –Saarbrücken – St. Arnual – Forbach – Metz (Teil 2 und Schluss)

Ich warte keine zwei Minuten, dann hält eine junge Frau. Bildhübsch. Ich überlege, ob es nicht besser wäre, sie gleich zu fragen, ob sie mich heiraten möchte, entscheide mich dann aber für Metz. Sie sagt, sie fahre nicht ganz nach Metz, könne mich aber an einer guten Stelle absetzen. Und sie strahlt dabei so, dass sich die Sonne ruhig einmal ein Beispiel an ihr nehmen könnte. Schnell ist der Rucksack auf der Rückbank verstaut, Hilka vorn ins Auto gesprungen und zusammengerollt zu meinen Füßen, und los geht’s. Sie ist Krankenschwester. Drei Jahre Ausbildung. Ein Jahr hat sie noch vor sich. Dann soll es erst einmal hinaus gehen, in die große weite Welt. Europa, ja, dass sei ihr schon wichtig. Aber im Moment würde es doch nicht so gut laufen… WuG unterwegs: Tag 7 – 26. März 2015 –Saarbrücken – St. Arnual – Forbach – Metz (Teil 2 und Schluss) (vollständiger Beitrag im Abonnement)

Eine Investitionsdynamik gegen Europas Wachstumsschwäche in Gang setzen – Von Michel Aglietta

Über den Autor: Michel Aglietta, Jahrgang 1938, ist Professor für Makroökonomie an der Universität Paris-Nanterre und am Pariser Institut HEC. Von 1997 bis 2003 war er Mitglied des dem französischen Premierminister zugeordneten Conseil d’analyse. Aglietta ist Mitglied des Institut universitaire de France und des Cercle des économistes; der in Frankreich sehr renommierte Aglietta ist Autor zahlreicher Bücher. Der Beitrag wurde von Gerhard Kilper ins Deutsche übersetzt und Michel Aglietta hat ihn zur Veröffentlichung in WuG autorisiert.

Frieden schaffen ohne Waffen: Merkels zweite große Tat nach Fukushima?

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, bei einem Zauberkaffee – das ist bei mir ein Kaffee, der in der guten alten italienischen Kaffeekanne, allerdings nicht aus Aluminium, sondern aus Edelstahl, der Gesundheit halber, auf dem Herd gekocht wird -, bei selbst gebackenem Vollkornbrot – keine Backmischung, versteht sich, sondern aus selbst gemachtem Sauerteig -, bei geschenkt erhaltener, selbst gemachter Pfirsichmarmelade und vor einem Kaminofen sitzend, aus dem ein frisches Feuer Wärme spendet, spaziert die Weltpolitik der vergangenen zwei Tage noch einmal sonntäglich durch meinen Kopf. Und die entscheidende Wegmarke scheint mir in der Tat zu sein, dass Angela Merkel, die Bundeskanzlerin, die sonst so aristrokratisch kalt über großes Elend, von Hartz IV bis Griechenland, hinwegsieht, die sanktioniert, wo sie nur kann, gern auch innerhalb der eigenen Partei, dort vornehmlich unter männlichen Kollegen, dass diese Angela Merkel sich für den Frieden ausgesprochen hat.

Energiewende – aber richtig: Energetische Umsteuerung – ein hoffnungsvoller Ausweg für das in eine Sackgasse geratene Europa – Von Michel Aglietta (deutsche Übersetzung: Gerhard Kilper)

Originaltitel: La transition énergétique, un espoir pour sortir l’Europe de l’impasse. Der Artikel erschien in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 18. Dezember 2014

Michel Aglietta, Jahrgang 1938, Professor für Makroökonomie an der Universität Paris-Nanterre und am Pariser Institut HEC; 1997 bis 2003 Mitglied in dem frz. Premierminister zugeordneten Conseil d’analyse; Mitglied des Institut universitaire de France und des Cercle des économistes; der in Frankreich sehr renommierte Aglietta ist Autor zahlreicher Bücher

Energiewende – aber richtig: Das durchsichtige Ablenkungsmanöver – Energieeffizienz als Pseudo-Energiewende – Von Stephan Grüger

Energiewende - aber richtig

Es gibt Menschen, die sich tatsächlich darüber wundern, dass ein noch vom abgewählten FDP-Wirtschaftsminister Rösler in Auftrag gegebenes Gutachten zum Ergebnis kommt, dass “die Energiewende von der Politik nicht mit dem notwendigen Ehrgeiz betrieben wird” (Fritz Vorholz, Atomausstieg, Deutschland patzt bei der Energiewende, in: Die Zeit vom 14. Juli 2014). Auch die Klage von Energiekommissar Oettinger, es gebe gerade beim Thema Effizienz viele Blockierer, ruft Verwunderung hervor.

Der grundsätzliche ökonomische Denkfehler in der Debatte über die Kosten des Atomausstiegs

Gerade erst haben wir einen Beitrag veröffentlicht, der dem Streit um die Rückstellungen der Stromkonzerne für die Entsorgung nuklerarer Anlagen und radioaktiver Abfälle nachgeht. Nach unseren Recherchen lässt er sich zurückverfolgen bis 1997. Wie kann das sein? Ist das nur politische Verantwortungslosigkeit? Nein, die ganze Debatte, die nunmehr seit 17 Jahren andauert, aber immer noch zu keiner Lösung geführt hat, all die bisherigen Vorschläge lassen erkennen, dass es vor allem auch ökonomische Unwissenheit ist, die in die Sackgasse geführt hat. Diese Unwissenheit weißt dabei, was wenig erstaunlich ist, unmissverständliche Parallelen zu anderen Politikfeldern auf. Nichts kann dieser Unwissenheit wohl deutlicher Ausdruck verleihen, als die soeben im Deutschlandfunk gesendete Diskussion unter der Überschrift “Atomausstieg – Wer zahlt die Rechnung?“. Weder der Moderator, Theo Geers, immerhin studierter Volkswirt, noch die ausgewiesenen, beruflich unmittelbar mit der Materie befassten “Experten” in der Runde, Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Bündnis 90/Die Grünen, Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Bruno Thomauske, Lehrstuhl für Nukleare Entsorgung und Techniktransfer an der RWTH Aachen, haben das ökonomische Problem erkannt. Wenn es nicht so ernst wäre, trüge der erhabene Unterton, der in einigen Aussagen mitschwang, durchaus komische Züge. Leider aber ist es ernst. Dabei ist es eigentlich ganz trivial...Der grundsätzliche ökonomische Denkfehler in der Debatte über die Kosten des Atomausstiegs (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Verantwortung für Folgen der Atomindustrie: Kritik bereits 1997 – und Gabriel zeigte schon als Umweltminister kein Interesse daran, die Grünen in Regierungsverantwortung auch nicht

Die Kritik an der Ordnung der Rückstellungen der Stromkonzerne für die Entsorgung nuklerarer Anlagen und radioaktiver Abfälle reicht zurück bis ins Jahr 1997. Sigmar Gabriel, heute Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zeigte schon in seiner Amtszeit als Bundesumweltminister (2005-2009) kein Interesse an dieser Frage. Und auch von den Grünen haben wir keine entsprechenden Dokumente in der Zeit ihrer Regierungsverantwortung, 1998-2005, im Archiv des Deutschen Bundestages gefunden. Erst in der Opposition scheinen sie aufgewacht zu sein. Wir haben die betreffenden Dokumente der zurückliegenden 17 Jahre recherchiert und ausgewertet…Verantwortung für Folgen der Atomindustrie: Kritik bereits 1997 – und Gabriel zeigte schon als Umweltminister kein Interesse daran, die Grünen in Regierungsverantwortung auch nicht (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Wir sind das – entpolitisierte – Volk!

12.000 Menschen sollen auf der Demonstration “Die Energiewende nicht kentern lassen!” am vergangenen Wochenende in Berlin teilgenommen haben. Ich war auch dort. Und irgendwie war mir unwohl bei dem Gedanken, dem Gefühl, dass es zwar so viele Menschen waren, und einige von ihnen sich noch dazu kreativ Gehör verschafften, mit bunten Booten auf der Spree, in Kostümen, mit handgearbeiteten Schildern und Masken; dass sie auf mich aber doch wie ein kleines, versprengtes Häuflein wirkten, ebenso ein eigener Kosmos wie das Bundeskanzleramt und der Bundestag, die nur wenige Meter entfernt von dem Punkt liegen, von dem die Demo ihren Ausgang nahm, oder wie das Konrad-Adenauer-Haus, vor dem die Demo endete. Und jetzt, seit einigen Tagen schon, lässt mich die Überlegung nicht mehr los, die mein Unbehagen, das ich an jenem Tag empfand, erklären könnte. Was die Demo nämlich vor allem demonstriert hat, wenn auch sicherlich unbeabsichtigt und wohl auch bis heute unbemerkt von den Veranstaltern: Wir sind das – entpolitisierte – Volk!…Wir sind das – entpolitisierte – Volk! (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)