Tag Archiv für Adam Smith

Ausgemachter Blödsinn: Heiner Flassbeck über liberale Ökonomen und Freihandel

“…Der Freihandel ist das Einzige, was die liberalen Ökonomen aufgeboten haben, um den Wohlstand der Nationen zu erklären. Die Theorie basiert im Kern immer noch auf einer Doktrin, die vor 200 Jahren der englische Ökonom David Ricardo postuliert hat…” Schreibt der Ökonom Heiner Flassbeck in einem Gastbeitrag für die taz. So ein ausgemachter Blödsinn! Darin liegt ein Problem im Ökonomen-Streit, aus dem auch nicht selten ein falsches Verständnis und eine falsche wirtschaftspolitische Praxis resultieren:

Energiewende – aber richtig: Tesla plant bereits E-Auto für Massenkonsum – also doch keine Kaufprämie?

Energiewende - aber richtig

Es gibt noch wirkliche Unternehmer. Tesla Chef Elon Musk ist einer. Allein der Eintrag bei Wikipedia spricht Bände, nicht nur über seine unternehmerischen und technischen Fähigkeiten, sondern auch über seine Moral: Auswanderung aus Südafrika, um dem Militärdienst unter dem damaligen Apartheid-Regime zu entgehen; Freigabe der Tesla-Patente, um der Entwicklung von Elektro-Fahrzeugen einen Schub zu versetzen. Das sind zweifellos außergewöhnliche Schritte, die auf eine besondere Persönlichkeit schließen lassen. Vergangene Woche ließ eine andere Meldung von ihm aufhorchen.

Zitat des Tages: Adam Smith zur PKW-Maut

Gestern Abend seit langer Zeit einmal wieder nicht in Analysen und Beiträgen vergraben, sondern vor dem Ofen gesessen, in die Flammen geguckt und die Seele baumeln lassen. Und einmal wieder Adam Smiths “Wohlstand der Nationen” aufgeschlagen. Ganz willkürlich, ohne Ziel. Und auf was stoße ich?

Merkel und Gabriel pflegen weiter ihr Mantra der Wettbewerbsfähigkeit – und verkennen den zentralen Zusammenhang

“Staat und Unternehmen müssen nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel mehr Geld investieren, damit Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhält”, berichtet der Deutschlandfunk in seinen 6 Uhr Nachrichten. Dass es gerade das Mantra der Wettbewerbsfähigkeit war und ist, das für die schwachen Investitionen in Deutschland verantwortlich zeichnet, kommt ihnen auch nach über zehn Jahren Agenda 2010 nicht in den Sinn. Wohl, weil sie den zentralen Zusammenhang verkennen.

“Freihandel” in Theorie und Praxis – Von Christian Christen

Aktuell wird in den Medien und der Politik wieder verstärkt über “Freihandel” gesprochen. Den Anlass liefert u.a. die jüngste Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) auf Bali und zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (Transatlantic Trade and Investment Partnership: TTIP). Während die WTO mit dem Abschluss von Bali den “Kompromiss” von Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern feiert, ist die TTIP-Verhandlung anders gelagert. Hier sitzen Vertreter der Schwellen- und Entwicklungsländer nicht mit am Tisch und es geht auch nicht um die klassische Fragen, wie der Außenhandel auf Länder unterschiedlicher ökonomischer Ausgangslage wirkt und ob industriell rückständige Wirtschaften damit ihre Lage merklich verbessern und aufholen können. Über die TTIP soll sich insbesondere der ohnehin größte Wirtschaftsblock konsolidieren und verlorenes handels- und industriepolitisches Terrain gegenüber einigen Schwellenländern, allen voran China, zurückgewinnen. Dieses Ziel bestimmt die Debatten in den Industrieländern, um besser als bisher die Dynamik des Welthandels zur Stärkung der eigenen Exportindustrien zu nutzen.

Mindestlohn: DIW-Chef versteht die Marktwirtschaft nicht

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist gestern früh im Deutschlandfunk zum Mindestlohn interviewt worden und hat sich mit einem volkswirtschaftlichen Offenbarungseid in Reih und Glied der “führenden Ökonomen” in Deutschland gestellt. Marcel Fratzscher meinte nämlich, es ginge beim Mindestlohn “vor allem in erster Linie darum, wie können die Menschen, die unter dem Wert bezahlt werden, den sie für Unternehmen, für Institutionen schaffen, dazu geführt werden, dass sie einen fairen Lohn bekommen? Fair, von der Wirtschaftsperspektive so gesehen, dass sie das wirklich, was sie erarbeiten, erwirtschaften für ihr Unternehmen, nachher auch als Lohn sehen. Und da ist durchaus die Gefahr, dass – wir haben berechnet, 5,6 Millionen Menschen, die unter 8,50 Euro verdienen, dass nicht alle 5,6 Millionen Menschen wirklich einen Wert von 8,50 für ihr Unternehmen erwirtschaften.”

Geschützt: Griechenland/Eurokrise: Was Griechenland helfen könnte (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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