Tag Archiv für Brexit

Trump, Brexit: Warum deutsche Medien regelmäßig daneben liegen

Die Berichterstattung deutscher Medien ist möglicherweise Opfer der Wunschvorstellungen ihrer Redaktionen. Eine Konsequenz: Die Menschen werden schlecht informiert.

Das jüngste Beispiel: Die Nachwahl in Georgia, USA. Was wurde nicht alles in diese Wahl hineininterpretiert. Wenn jetzt, nach dem Sieg des republikanischen Kandidaten, der Spiegel mit “Nur Anti-Trump – das reicht nicht“ aufmacht, dann sollten sich das Magazin wie die einschlägigen Medien in Deutschland insgesamt dies gleichsam als Spiegel vorhalten, um ihrer eigene Arbeit einmal selbstkritisch in Augenschein zu nehmen.

Großbritannien: Konjunktur und Wahlen

Angesichts des Wahl-Debakels für Theresa May schießen erneut die wildesten Spekulationen über einen nun doch wieder in Frage stehenden Brexit ins Kraut. Auch wäre die britische Währung bereits wieder eingebrochen, und um die britische Konjunktur sei es nicht gut bestellt. Was ist dran an diesem Tenor? Hier unsere aktuelle Konjunkturanalyse…Großbritannien: Konjunktur und Wahlen (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Alles wie gewohnt?

Gewöhnen sich die Menschen an den Ist-Zustand in Deutschland und der Welt: Terror, Krieg, soziale Not, überbordender Reichtum, nationale Bestrebungen und den Umgang der Politik damit? Wie sonst lässt sich erklären, dass sich die große Mehrheit der Menschen vermutlich gar nicht für Politik interessiert? Wann haben Sie zuletzt eine Zeitung in die Hand genommen oder sich im Internet tiefergehend mit Informationen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinandergesetzt? Kannten Sie Martin Schulz, bevor er von der SPD zum Kanzlerkandidaten ausgerufen wurde? Er war vorher immerhin Präsident des Europäischen Parlaments. Ich kenne gleich einige, die mit seinem Namen nichts anfangen konnten.

Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung Edition März 2017

Edition März 2017 - Titel - 31-03-2017

Jeden Monat ein ganzes Buch, genauer: ein ganzes E-Book. Immer mehr Menschen lesen Texte mit einem elektronischen Lesegerät. Die meisten Menschen lesen laut Umfragen darüber hinaus längere Texte immer noch am liebsten in gedruckter Form. Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung (WuG) möchte diesen Vorlieben gern entgegenkommen und gibt seit August 2014 am Ende eines jeden Monats eine Edition aller im Monat veröffentlichten Beiträge heraus, die im pdf.-Format erscheint. AbonnentInnen von WuG können diese Edition mit ihrer für den Monat gültigen PIN lesen und herunterladen: Edition März 2017. Nicht-AbonnentInnen können die Edition für 10 Euro erstehen und bekommen diese dann per E-Mail zugesendet. Bestellungen an: redaktion@wirtschaftundgesellschaft.de.

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Brexit: Wie sich die britische Wirtschaft entwickelt (Stand: März 2017)

Viel Lärm um den Brexit wird in den Medien gerade wieder gemacht. Dabei dominiert die pure Spekulation und zumeist Schwarzmalerei. Negative Konsequenzen werden dabei vor allem für das Vereinigte Königreich an die Wand gemalt. Was fehlt, ist eine nüchterne Konjunktureinschätzung. Diese geben wir auf Basis der bewährten Spannungszahl seit geraumer Zeit auch für Großbritannien heraus. Wir haben darüber hinaus auch die Wechselkursentwicklung und die möglichen Konsequenzen des Brexit für die deutsche Volkswirtschaft bereits ausführlich analysiert. Hier unsere aktuelle Konjunktureinschätzung für Großbritannien. Rechtfertigt sie die dominierenden Hiobsbotschaften?…Brexit: Wie sich die britische Wirtschaft entwickelt (Stand: März 2017) (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Vorschau: Zum Wechselkurs US-Dollar/Euro +++ Zu Martin Schulz

In WuG haben wir die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar immer wieder systematisch analysiert. So auch die Wechselkursentwicklung zwischen dem Euro und dem Britischen Pfund. Auf beide Länder entfallen die bei weitem höchsten Anteile des deutschen Außenhandelsüberschusses. Eben dieser steht im Ausland nicht erst seit Trump und Brexit in der Kritik. Die Vorwürfe Trumps und seiner Mitstreiter, dass Deutschland besonders von einem unterbewerteten Euro profitiere, haben aber jetzt auch in der Tagespresse ein Echo hervorgerufen. Wie ist dieses zu bewerten, vor allem aber: wie ist der Wechselkurs und wie sind die Vorwürfe der US-Regierung zu bewerten? Hierzu aktualisieren wir unsere Wechselkursanalyse. Und wir blicken zurück auf die Vorgeschichte der Kritik, die schon unter der Präsidentschaft Obamas artikuliert wurde. Allerdings wurde nicht wie jetzt unter Trump so offensiv politisch agitiert und mit Konsequenzen gedroht. Umso zentraler für das Verständis des Konflikts sind die Argumente, mit denen die Analysen der US-Administration bisher aufwarteten. Schließlich gilt es noch die Aussagen der EZB, namentlich Draghis, zu berücksichtigen – und die jüngsten Äußerungen der Bundeskanzlerin. Die Analyse soll in Kürze im Abonnement erscheinen.

Neuer Rekordüberschuss im Außenhandel könnte Protektionismus befeuern

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Außenhandelsdaten für das Jahr 2016 veröffentlicht. Der deutsche Außenhandel mit dem Rest der Welt verzeichnete demnach einen neuen Rekordüberschuss, der noch dazu den Rekord aus dem Vorjahr “deutlich übertroffen” hat. Interessant ist seit der Wahl Trumps, aber auch seit der Entscheidung über den Brexit, die gestern erst durch das britische Parlament bestätigt wurde, weniger der Rekord selbst, sondern dessen politische Dimension. Dabei liefert nicht nur das Statistische Bundesamt mit seinen nüchternen Daten den Kritikern des deutschen Exportüberschusses neue Munition. In dieser Hinsicht vielsagend war bereits eine vorgestern in den USA veröffentlichte offizielle Statistik, die darüber informierte, dass der drittgrößte Anteil am Außenhandelsdefizit der USA auf Deutschland entfällt – noch vor Mexiko, das Trump ja bekanntlich, neben China, auch außenwirtschaftlich ein Dorn im Auge ist. Der politische Druck aus dem Ausland ist seit Trump so groß, dass zumindest einige Medien, die bisher noch jedesmal den deutschen Exportüberschuss feierten, die Kritik daran nicht länger verschweigen (siehe zum Beispiel Handelsblatt und Deutschlandfunk). Andere Medien, wie beispielsweise Spiegel online, deutsche Politiker und deutsche Wirtschaftswissenschaftler meinen hingegen die Kritik weiter ignorieren zu dürfen (siehe hierzu auch unsere Kritik am Herausgeber des Handelsblatts, Gabor Steingart, und zur Aufregung über Trump und den britischen Finanzminister Hammond hier); aber selbst sie können den drohenden Protektionismus nicht länger ignorieren, wenn sie sich auch weigern, ihn in einen ursächlichen Zusammenhang mit dem deutschen Außenhandelsüberschuss zu stellen.