Tag Archiv für Bundesregierung

Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017

Heute hat das Statistische Bundesamt die aktuellsten Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 veröffentlicht. Wir berechnen jedes Quartal, erstens, ob das Wirtschaftswachstum angemessen war, um die Arbeitslosigkeit zu senken und die Arbeitslosenquote in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Wir beantworten, zweitens, die Frage, ob die Lohnentwicklung den Verteilungsspielraum ausgeschöpft hat. Auf Basis der Jahresdaten wiederum berechnen wir, drittens, wie hoch das Wirtschaftswachstum sein müsste, um die Arbeitslosenquote in einem bestimmten Zeitraum in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist auch aktuell immer noch weit von Vollbeschäftigung entfernt. Claus Köhler, renommierter Ökonom, ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, sieht Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von drei Prozent gegeben (1). Der Sachverständigenrat hat einen Vollbeschäftigungswert bei einer Arbeitslosenquote “von rund 4 v.H.” festgelegt (2). 2016 lag die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent. Sie ist gegenüber Vorjahr lediglich um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Mehr waren es auch nicht im Jahresvergleich 2015/2014. Noch weiter von Vollbeschäftigung entfernt ist der Arbeitsmarkt, wenn man die weiter gefasste Unterbeschäftigungsquote heranzieht. Sie lag im Januar 2017 bei 8,3 Prozent (Dezember 2016: 7,9%; November 2016: 7,8%; vorläufige Werte der Bundesagentur für Arbeit, Stand: 23.02.2017). Diese Zahlen haben nicht allein eine ökonomische Dimension, sondern auch eine politische. Eine hohe Arbeitslosigkeit hat in der Geschichte radikale Parteien gestärkt und ihnen zu Wahlsiegen verholfen (1). Das ist auch in der Gegenwart der Fall. Grund genug für Politiker aller Parteien, sich Gedanken zu machen, wie die auch in Deutschland hohe Arbeitslosigkeit weiter gesenkt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es bestimmte Zusammenhänge zu berücksichtigen…Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017 (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Mindestlohn: Mindestlohn-Rechner der Bundesregierung verrät mehr, als ihr lieb sein kann

Mindestlohnrechner-Screenshot 1 - 13-01-2017

Die Bundesregierung bietet ihren Lesern online einen Mindestlohn-Rechner an. Unter Eingabe Ihres derzeitigen Stundenlohns (brutto) und Ihrer Arbeitszeit pro Woche errechnet der Mindestlohn-Rechner Ihr Monatsgehalt. Darüber hinaus können Sie unter Eingabe Ihres derzeitigen Monatsgehalts (brutto) und Ihrer Arbeitszeit pro Woche Ihren Stundenlohn berechnen. Der Mindestlohn-Rechner weist dann auch aus, um wieviel Euro und Cent die berechnete Größe über oder unter dem derzeit geltenden Mindestlohn von 8,84 liegt. Der Mindestlohn-Rechner verrät dabei mehr, als der Bundesregierung lieb sein kann. Zumindest, wenn man weiß, wie hoch der Mindestlohn 2017 sein müsste, um verteilungsneutral und existenzsichernd zu sein. Beides haben wir gestern erst auf Basis nachvollziehbarer Daten berechnet…Mindestlohn: Mindestlohn-Rechner der Bundesregierung verrät mehr, als ihr lieb sein kann (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Reallöhne: Lohnentwicklung unterstreicht verkehrte Diskussion

Reallöhne II - 22-12-2016

Heute hat das Statistische Bundesamt die neuesten Daten zur Entwicklung der Reallöhne veröffentlicht. Die Entwicklung der realen (preisbereinigten) Löhne ist die Differenz aus Nominallohnentwicklung und Verbraucherpreisentwicklung (Inflation). Wir hatten erst jüngst im Rahmen unserer regelmäßigen Analyse zur Ausschöpfung des Verteilungsspielraums festgestellt, dass dieser weder durch die allgemeine Lohnentwicklung, noch durch die Tariflohnentwicklung in den zurückliegenden zwei Quartalen ausgeschöpft wurde (siehe zuletzt hier). Anders als die Arbeitgeberverbände, die Bundesregierung und die Gewerkschaften definieren wir den Verteilungsspielraum als Entwicklung der Arbeitsproduktivität plus Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Die heute vom Statistischen Bundesamt präsentierten Daten zur Lohnentwicklung unterstreichen die verkehrte Herangehensweise von Bundesregierung, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, die nicht das Inflationsziel der EZB, sondern die tatsächliche Inflation als Maßstab für eine angemessene Lohnentwicklung nehmen.

Arbeitslosigkeit, Migration, Integration: Wie höhere Arbeitslosigkeit verhindert werden kann

Laut Medienberichten, die sich auf neue Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium berufen, soll die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr wieder steigen. Den Grund sehe das Bundesfinanzministerium in der starken Migration. Das hatte bereits im jüngsten Monatsbericht festgehalten:

Anschlag in Nizza: Das ist auch in Berlin möglich – eine persönliche Sicht

Wer eigentlich hat gestern früh nicht daran gedacht, daran, dass an diesem Tag, dem Nationalfeiertag der Franzosen, ein Anschlag passiert? Als ich gestern morgen Nachrichten und Berichte zum Nationalfeiertag in Frankreich hörte, dachte ich sofort daran. Haben die Terroristen nicht vielleicht gerade Ruhe walten lassen während der EM, um dann umso härter zuzuschlagen? Und dann dieses Datum: Nationalfeiertag der Franzosen. Das ist doch so sicher wie das Amen in der Kirche, dass an diesem Tag ein Terroranschlag versucht wird. Das dachte ich gestern. Heute früh bin ich mit ihm aufgewacht, als ich die Nachrichten einschaltete. Und ich schlussfolgere für mich persönlich, was ich nicht erst seit heute früh denke.

Kaufprämie für Elektroautos: Die größten Fehler bei der bisher bekannten Ausgestaltung

Energiewende - aber richtig

Die Bundesregierung hat sich für die Kaufprämie zur Förderung der Elektromobilität entschieden. Nach der jetzt bekannt gewordenen Ausgestaltung sieht die Förderung vor:

1. reine Elektroautos mit einer Kaufprämie von 4.000 Euro zu fördern,

2. Hybrid-Fahrzeuge mit ergänzendem Verbrennungsmotor mit 3.000 Euro,

3. beide bis zu einem Listenpreis von 60.000 Euro,

Bruttoinlandsprodukt, viertes Quartal 2015 und Jahr 2015: Verteilungsspielraum ausgeschöpft, Wirtschaftswachstum angemessen, notwendiges Wirtschaftswachstum?

English Summary: The day before yesterday the Federal Statistical Office has published the detailed results of gross domestic product for the fourth quarter 2015 and the year 2015. On that basis we calculate whether the development of wages and growth were appropriate and which growth rate would be necessary to reach full employment in Germany. The caculations and their interpretation are decisive to estimate the economic and social development in Germany. They could serve as an instrument for a proper economic policy, too. Unfortunately the German government so far has not employed those methods developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts.

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