Tag Archiv für China

Außenhandel: Wer ist wichtigster Handelspartner?

Noch hat das Statistische Bundesamt gar keine Meldung herausgegeben. Doch schon ist unter Berufung auf das Statistische Bundesamt in führenden Nachrichtensendern wie beispielsweise dem Deutschlandfunk zu hören und zu lesen, dass 2016 erstmals China wichtigster Handelsparter Deutschlands gewesen sei – vor Frankreich und den USA. Das ist China jedoch nur, wenn man Ausfuhren und Einfuhren summiert. Was aber sagt das über die tatsächliche Bedeutung Chinas als Handelspartner Deutschlands aus? Nicht viel. Eine sorgfältige Interpretation der Außenhandelsdaten – die in der Datenbank des Statistischen Bundesamts tatsächlich bereits zur Verfügung stehen – ist aktuell besonders relevant, weil Deutschland aufgrund seines hohen Außenhandelsbilanzüberschusses einmal mehr in der Kritik steht, jüngst erst wieder seitens der EU-Kommission, besonders aber seitens der US-Regierung. Das Land aber, mit dem Deutschland 2016 den größten Außenhandelsbilanzüberschuss erzielte, findet in der Berichterstattung aufgrund der bloßen Addition von Exporten und Importen gleich gar keine Erwähnung…Außenhandel: Wer ist wichtigster Handelspartner? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Deutscher Außenhandelsüberschuss mit USA: Wird Trumps Drohung gegen China auch Deutschland treffen?

Amerikanische Medien haben berichtet, dass der als “Geierinvestor” bekannt gewordene Milliardär Wilbur Ross Wirtschaftsminister unter Trump werden soll. Neuerdings ist ja sogar wieder offen, ob Trump Präsident wird – zumindest werden in wichtigen Staaten die Stimmen zu den Präsidentschaftswahlen neu ausgezählt. Das berührt jedoch nicht die Frage, die im Folgenden diskutiert werden soll. Der designierte Wirtschaftsminister würde wohl Trumps außenhandelspolitischen Vorstellungen folgen. “Auch er wolle Freihandelsverträge neu verhandeln und Steuervergünstigungen für Unternehmen als Anreiz für Investitionen. Ebenso teile er Trumps Skepsis China gegenüber und sei dafür, chinesische Waren mit Einfuhrsteuern zu belegen”, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf die New York Times. Hintergrund ist das riesige Außenhandelsdefizit, das die USA mit China realisieren. Dazu haben renommierte Ökonomen in den USA Analysen vorgelegt. Was aber ist dran, am Außenhandelsdefizit mit China? Und wie überzeugend sind die Erklärungsansätze dafür? Seit langem wird zudem auch von offizieller Seite in den USA das ebenfalls riesige Handelsbilanzdefizit kritisiert, das die USA mit Deutschland realisieren. Wird Trumps Drohung gegen China also auch für Deutschland wahr? Inwiefern sind die Außenhandelsdefizite mit beiden Ländern vergleichbar und die ihr zugrundeliegenden Ursachen? Hierzu zeigen wir unten zunächst die langfristige Entwicklung des US-Außenhandels mit beiden Ländern auf und blicken dafür auf den Zeitraum der vergangenen dreißig Jahre bis heute. Auf dieser empirischen Basis diskutieren wir anschließend die Substanz der verschiedenen Ansätze, die die Entwicklung erklären sollen, um schließlich eigene Schlussfolgerungen daraus zu ziehen…Deutscher Außenhandelsüberschuss mit USA: Wird Trumps Drohung gegen China auch Deutschland treffen? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Deutschland – China: Direktinvestitionen – Entwicklungen und Schlussfolgerungen

Unter Rückgriff auf die Presseschau des Deutschlandsfunks haben wir erst gestern das Bild aufgezeigt, das führende Medien in Deutschland von China zeichnen. China wird demnach als Bedrohung und als unfairer Wettbewerber wahrgenommen und dargestellt. Diese Wahrnehmung hat jüngst einmal mehr Auftrieb erhalten durch die Verhinderung von Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Unternehmen seitens des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. Was in der Regel nicht berichtet wird, ist, wie sich die Direktinvestitionen Deutschlands in China und die Direktinvestitionen Chinas in Deutschland entwickelt haben und auf welchem Niveau sie sich bewegen. Das Wissen darüber aber kann die Situation versachlichen. Das heißt nicht, dass diese quantitative Betrachtung nicht durch strategische oder sicherheitspolitische Überlegungen ergänzt werden müsste. Die unten aufgezeigten Dimensionen machen aber deutlich, dass solch strategischen und sicherheitspolitischen Überlegungen und Entscheidungen, wie sie Gabriel mit dem Verbot von Übernahmen getroffen hat, die allgemeine Hysterie und Voreingenommenheit gegenüber chinesischen Investoren in Deutschland nicht rechtfertigen können, die Journalisten und Politiker derzeit schüren… Deutschland – China: Direktinvestitionen – Entwicklungen und Schlussfolgerungen (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Deutschland – China: Ohne jedes Maß

Die tonangebenden Medien in Deutschland sind sich weitgehend einig: China ist eine Bedrohung. Selbst die vermeintlich alternative taz meint über China: “Auch 15 Jahre nach dem Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation hält es Industrieunternehmen, Dienstleister und Finanzfirmen systematisch draußen.” Und: “Das ist das gute Recht einer souveränen Nation. Sie sollte sich allerdings dann nicht darüber wundern, wenn sich andere Länder ebenfalls schützen. Mit Chinesen gilt es hart zu verhandeln. Sie tun es ja auch.” Nachzulesen und zu hören in der heutigen Presseschau des Deutschlandfunks. Denn kaufen oder gar abonnieren sollte man die taz für solche Aussagen wahrlich nicht. Die Rundfunkgebühren dagegen müssen wir ja ohnehin bezahlen. So wie wir den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, aushalten müssen mit unseren Steuergeldern, obwohl seine Aussagen ihn nicht minder disqualifizieren. Der Deutschlandfunk gibt ihn unter anderem wie folgt wieder: “…die Bundesrepublik sei ein Land, in dem chinesische Unternehmen investieren könnten. Umgekehrt müsse dies auch in China möglich sein.” Als ob letzteres nicht längst der Fall wäre. Ein Vergleich der Direktinvestitionen zwischen China und Deutschland zeigt im Gegenteil ein erhebliches Ungleichgewicht zulasten Chinas. Schnell zeigt sich, der Bundeswirtschaftsminister und die berichtenden Medien sind ohne jedes Maß. Hierzu folgt in Kürze eine Analyse, die im Abonnement erscheint.

China: Sind die USA und Deutschland etwa auch keine “echten Marktwirtschaften”?

Die Aufregung über ein verringertes Wirtschaftswachstum in China ist seit geraumer Zeit groß. Das ehemalige Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Claus Köhler, hat demgegenüber in einem gerade erst gehaltenen Vortrag festgehalten: “Die Verringerung des Wirtschaftswachstums in China ist gering. Die daraus entstehende Unruhe an den Finanzmärkten ist nicht gerechtfertigt. Schwellenländer können die hohen Wachstumsraten auf Dauer nicht beibehalten.” Die Unruhe über die vermeintliche Wachstumsschwäche Chinas treibt jedoch nicht nur an den Finanzmärkten, sondern auch in den Medien seltsame Blüten. Geht man den Meldungen jedoch auf den Grund, kann die Unruhe immerhin dazu dienen, die Meldungen zu relativieren und den Blick auf die herrschenden Verhältnisse zu schärfen. So wie beim Beitrag von Frank Stocker, Finanz-Redakteur bei der Tageszeitung “Die Welt”, der sich bei seinen Aussagen auf die Europäische Handelskammer und den Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer stützt.

Aktionstag Stahlindustrie: Rudolf Hickel macht Stimmung gegen China – mit unseriösen Vergleichen

WuG hat vor dem Hintergrund des Stahlaktionstags der IG-Metall bereits heute Vormittag auf unsere Hintergrund-Analysen hingewiesen, die der Argumentation der IG-Metall wie der ganzen Aufregung über chinesische Stahlimporte widersprechen. Noch unseriöser als die IG-Metall arbeitet allerdings der ihr nahe stehende Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, der, sicherlich kaum zufällig, zeitgleich einen Kommentar zum Thema für die taz verfasst hat.

Aktionstag in der Stahlindustrie: Gewerkschaften, Politik und Medien sollten die Fakten prüfen

Für die IG-Metall ist Deutschland nicht länger Deutschland, sondern “Stahl-Deutschland”! Mit der Überschrift “Warum Stahl-Deutschland jetzt protestiert” wirbt die Industriegewerkschaft für Unterstützung im Kampf gegen chinesische Stahlimporte und die Befreiung der deutschen Stahlindustrie von der EEG-Umlage (1). Ihre Argumente entbehren jedoch jeder Grundlage, wie wir in einer umfangreichen Analyse über die deutschen Stahlimporte aus China erst jüngst aufgezeigt haben und – etwas weiter zurückliegend – in einer mehrteiligen Analyse über die Befreiung der Stahlindustrie von der EEG-Umlage (2). Aber wen interessieren schon Fakten, wenn es um “Stahl-Deutschland” geht? Weder die Gewerkschaften, noch die Medien, noch den gewerkschaftsnahen Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel.