Tag Archiv für Claus Köhler

50 Jahre “Magisches Viereck”: Wirtschaftsweiser stimmt unserer Analyse zu

In einem Leserbrief zum heute erschienenen Beitrag “50 Jahre ´Magisches Viereck´: Statistisches Bundesamt stellt fragwürdige These dazu auf” stimmt das ehemalige Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, Claus Köhler, unserer Analyse zu.

Umstrittene Handelsbilanzüberschüsse: Ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats übt Kritik

Das ehemalige Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und vormalige Direktoriumsmitglied der Deutschen Bundesbank, Claus Köhler, hat die Position des Bundesfinanzministeriums zu den umstrittenen deutschen Handels- und Leistungsbilanzüberschüssen kritisiert. Köhlers Kritik und wirtschaftspolitischen Forderungen entsprechen denen des US-Finanzministeriums und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017

Heute hat das Statistische Bundesamt die aktuellsten Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 veröffentlicht. Wir berechnen jedes Quartal, erstens, ob das Wirtschaftswachstum angemessen war, um die Arbeitslosigkeit zu senken und die Arbeitslosenquote in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Wir beantworten, zweitens, die Frage, ob die Lohnentwicklung den Verteilungsspielraum ausgeschöpft hat. Auf Basis der Jahresdaten wiederum berechnen wir, drittens, wie hoch das Wirtschaftswachstum sein müsste, um die Arbeitslosenquote in einem bestimmten Zeitraum in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist auch aktuell immer noch weit von Vollbeschäftigung entfernt. Claus Köhler, renommierter Ökonom, ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, sieht Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von drei Prozent gegeben (1). Der Sachverständigenrat hat einen Vollbeschäftigungswert bei einer Arbeitslosenquote “von rund 4 v.H.” festgelegt (2). 2016 lag die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent. Sie ist gegenüber Vorjahr lediglich um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Mehr waren es auch nicht im Jahresvergleich 2015/2014. Noch weiter von Vollbeschäftigung entfernt ist der Arbeitsmarkt, wenn man die weiter gefasste Unterbeschäftigungsquote heranzieht. Sie lag im Januar 2017 bei 8,3 Prozent (Dezember 2016: 7,9%; November 2016: 7,8%; vorläufige Werte der Bundesagentur für Arbeit, Stand: 23.02.2017). Diese Zahlen haben nicht allein eine ökonomische Dimension, sondern auch eine politische. Eine hohe Arbeitslosigkeit hat in der Geschichte radikale Parteien gestärkt und ihnen zu Wahlsiegen verholfen (1). Das ist auch in der Gegenwart der Fall. Grund genug für Politiker aller Parteien, sich Gedanken zu machen, wie die auch in Deutschland hohe Arbeitslosigkeit weiter gesenkt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es bestimmte Zusammenhänge zu berücksichtigen…Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017 (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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USA, EU, Deutschland: Was ist dran an Trumps Vorwürfen?

Der Niveauunterschied zwischen zwei ehemaligen Journalisten der “Financial Times Deutschland”, die leider nur für wenige Jahre den deutschen Zeitungsmarkt mit einem frischen Blick auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und der Welt bereicherte, könnte größer nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass der eine, Wolfgang Münchau, seinen Blick seit vielen Jahren in der weltoffenen englischen Financial Times schärft, während der andere, Thomas Fricke, sich mittlerweile als Unterhaltungskünstler bei Spiegel online versucht.

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Wirtschaftswissenschaften: Was Theorie leisten sollte – Von Claus Köhler

Anmerkung der Redaktion: Der folgende Beitrag bezieht sich auf die am 19. Januar 2017 erschienene Rezension des Buches “Das Ende der Heterodoxie? Die Entwicklung der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland” von Arne Heise, Henrike Sander und Sebastian Thieme. Claus Köhler, Jahrgang 1928, ist Professor emeritus in Volkswirtschaftslehre. Er war von 1969 bis 1974 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und von 1974 bis 1990 Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Sein zuletzt erschienenes Buch trägt den Titel “Wirtschaftspolitische Ziele in der globalen Welt”.

Arbeitslosigkeit – strukturell oder konjunkturell bedingt? Zur Aussagekraft der Beveridge-Kurve

Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Währungsunion (EWU) ist immer noch sehr hoch. Die Diskussion in Politik, Wissenschaft und Medien über die Ursachen der Arbeitslosigkeit hält an. Das hat unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf die politischen Versuche, die Arbeitslosigkeit zu überwinden. Die Situation am Arbeitsmarkt bestimmt schließlich auch über den sozialen Frieden. Ist die Arbeitslosigkeit hoch und verhindert die Politik, dass diejenigen, die Arbeit haben, davon auch existieren und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gefährdet dies ab einem gewissen Grad den sozialen Frieden und die parlamentarische Demokratie. Dieser Grad scheint in vielen Ländern längst erreicht. Das zeigen nicht zuletzt die Erfolge radikaler Parteien und das in repräsentativen Umfragen immer wieder bestätigte Gefühl eines erheblichen Teils der Bevölkerung, abgehängt zu sein. In diesem Zusammenhang sind auch Veröffentlichungen des europäischen Amts für Statistik, Eurostat, interessant, die beispielsweise erst jüngst darüber informierten, dass rund jeder sechste Arbeitnehmer in der EU und in der EWU im Niedriglohnsektor beschäftigt ist. Deutschland schneidet mit einem Anteil von 22,5 Prozent besonders schlecht ab. In Schweden sind es nur 2,6 Prozent. Eine andere Meldung von Eurostat informierte ebenfalls erst diesen Monat darüber, dass es sich mehr als jeder zehnte in der EU nicht leisten kann, mit Freunden oder der Familie etwas trinken zu gehen, jeder sechste kann nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Auch hier schneidet Deutschland mit 14,3 Prozent schlechter ab, als der EU-Durchschnitt (13%). In Schweden sind es 0,8 Prozent.

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