Tag Archiv für Einzelhandelsumsatz

Konjunktur in Deutschland und Europa: Flassbecks Bashing des Statistischen Bundesamts erscheint weder fundiert noch gerechtfertigt

Der Ökonom Heiner Flassbeck schimpft – nicht zum ersten Mal – über das Statistische Bundesamt. Seine Kritik erscheint aber weder fundiert noch gerechtfertigt, der schrille Ton noch dazu kaum zielführend.

Flassbeck unterstellt dem Statistischen Bundesamt, dass dessen vorläufiges Ergebnis des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal ein Produkt der Phantasie sei, und dass das Amt seine Berechnungen nach den Erwartungen der Politiker ausrichten würde:

Sehr positive reale Einzelhandelsumsätze im Januar – deren Grundlage jedoch eine Gefahr in sich birgt

Das Statistische Bundesamt meldete heute früh für den Monat Januar eine ordentliche reale Zuwachsrate bei den Einzelhandelsumsätzen, das gilt auch, wenn man berücksichtigt, dass der Einzelhandel offenbar mit fallenden Preisen zu kämpfen hat. Der nominale Wert ist einen Monat mehr niedriger als der reale Wert (Deflation). Wir registrieren dies seit Oktober vergangenen Jahres (siehe zuletzt hier). Es ist wichtig zu beobachten, ob sich die fallenden Preise nicht über kurz oder lang auf das Kaufverhalten auswirken. Die große Gefahr fallender Preise (Deflation) ist ja, dass sich die breite Erwartung weiter fallender Preise durchsetzt und sich die Kunden daraufhin in Kaufzurückhaltung üben.

Frankreich meldet Deflation – und die Regierung weitet die Ladenöffnungszeiten aus

Gestern Vormittag meldete das französische Amt für Statistik, dass die Preise das erste Mal seit 2009 im Jahresvergleich gefallen sind. Um minus 0,4 Prozent. Wir hatten bereits im Juni vergangenen Jahres für Frankeich festgestellt, dass offensichtlich schon fortlaufend sinkende Inflationsraten ausreichen, um das für eine Deflation kennzeichnende Verbraucherverhalten anzustoßen: sich in Erwartung fallender Preise mit Einkäufen zurückzuhalten (siehe hier). Dies würde dann wiederum auf die Preise drücken und die befürchtete Deflationsspirale in Gang setzen. Diese Ausgangslage ist, zusammen mit der historisch hohen Arbeitslosigkeit in Frankreich, vielleicht am Besten dazu geeignet, aufzuzeigen, warum die gestern Abend von der französischen Regierung per Misstrauensantrag durchgesetzen “Reformen” ungeeignet sind, Wachstum und Beschäftigung zu erhöhen. WuG zeigt darüber hinaus am Beispiel der Entwicklung in Deutschland, das sich die französische Regierung offenbar zum Vorbild erkoren hat, worauf es eigentlich ankommt, will man Konjunktur und Arbeitsmarkt beleben – und worauf nicht…Frankreich meldet Deflation – und die Regierung weitet die Ladenöffnungszeiten aus (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Konjunktur: Deflationärer Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel hat im Dezember ein ordentliches Umsatzplus erzielt (real: +4,0%). “Eine höhere reale Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Juni 2012 mit + 4,6 % gegeben”, berichtet das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung. Die LeserInnen erfahren allerdings nicht, dass im Juni 2012 die Preise im Einzelhandel um 2,1 Prozent gestiegen sind. Im Dezember 2014 aber sind sie um 0,3 Prozent gesunken. Das ist aber in Zeiten der Deflationsgefahr doch die eigentlich interessante Nachricht, die die einschlägigen Medien in ihrer Berichterstattung über die heutige Nachricht aus dem Statistischen Bundesamt aber nicht thematisieren.

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Einzelhandelsumsätze im September, und warum das Wetter tatsächlich auch zur richtigen Interpretation eines Konjunkturindikators taugen kann

Was ist denn da los, wird sich die eine oder der andere da am Freitag gewundert haben, als beispielsweise der Deutschlandfunk in der Überschrift meldete: “Einzelhandel mit stärkstem Umsatzeinbruch seit sieben Jahren”. Und wie ich mir erst die Augen gerieben habe, als ich auf die Internetseite des Statistischen Bundesamts schaute, um die Original-Meldung zu lesen. Dort stand in der Überschrift: “Einzelhandels­umsatz im Septem­ber 2014 real um 2,3 % höher als im September 2013″. Nun zählen wir – immer auf dem Boden der nüchternen Empirie und Theorie – seit langem nicht zu denjenigen, die nun schon seit Jahren ungeachtet stagnierender oder sogar rückläufiger Einzelhandelsumsätze euphorisch von einer “Kauflaune der Deutschen” fantasieren oder gar von den Deutschen, die “geradezu rauschhaft” konsumieren. Auch haben wir dem Statistischen Bundesamt in einigen Fällen schon vorgehalten, in Meldungen schön zu malen. In diesem Fall aber behält das Statistische Bundesamt recht, das zwar den Rekordeinbruch gegenüber Vormonat in seiner Meldung erwähnt, aber daraus eben nicht die Meldung macht, die der Deutschlandfunk noch am selben Tag sendete. Warum das so ist?…Einzelhandelsumsätze im September, und warum das Wetter tatsächlich auch zur richtigen Interpretation eines Konjunkturindikators taugen kann (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Konjunktur/Einzelhandelsumsatz: Kein “Kaufrausch”, sondern kalender- und saisonbereinigt im Minus

Gewiss, das klingt erst einmal gut: “Einzelhandelsumsatz im Mai 2014 real um 1,9 % höher als im Mai 2013″, meldet das Statistische Bundesamt heute früh. Wie in einem schlechten Versicherungsvertrag heißt es dann aber im Kleingedruckten:

So groß ist die “Konsumlaune” der Deutschen: Reale Veränderung der Einzelhandelsumsätze

“Konsumlaune” und “Konsumlust” sind zu geflügelten Worten in den deutschen Medien geworden. Überbringer der guten Nachrichten ist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Wir nennen sie seit längerem Gesellschaft für Konsumpropaganda. Zuletzt, am 31. Oktober, ließ die GfK zum deutschen Konsum diese Botschaft via Pressemitteilung verbreiten: