Tag Archiv für Energiewende – aber richtig

Elektromobilität: Tritt die IG Metall endlich einmal nicht auf die Bremse?

Spiegel online berichtet, dass die IG Metall eine rasche Abkehr von Benzin- und Dieselautos fordere und beruft sich dabei auf ein Strategiepapier der Industrie-Gewerkschaft. Darin fordere die IG Metall “sich nicht in eine Rolle des ´Bremsers und Blockierers´ gegen strenge Grenzwerte drängen zu lassen”. Tatsächlich ergibt unsere Recherche, dass sich die IG Metall schon früher für die stärkere Förderung von Elektromobilität eingesetzt hat. Ein wichtiges Motiv: die “Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze“. Tritt die IG Metall bei der Energiewende also endlich einmal nicht auf die Bremse?

Kaufprämie für Elektroautos: Die größten Fehler bei der bisher bekannten Ausgestaltung

Energiewende - aber richtig

Die Bundesregierung hat sich für die Kaufprämie zur Förderung der Elektromobilität entschieden. Nach der jetzt bekannt gewordenen Ausgestaltung sieht die Förderung vor:

1. reine Elektroautos mit einer Kaufprämie von 4.000 Euro zu fördern,

2. Hybrid-Fahrzeuge mit ergänzendem Verbrennungsmotor mit 3.000 Euro,

3. beide bis zu einem Listenpreis von 60.000 Euro,

Energiewende aber richtig, Elektro-Mobilität: Kaufprämie ja – aber nur mit industriepolitischer Vorgabe

Energiewende - aber richtig

Die Kaufprämie zur Förderung von Elektro-Autos konkretisiert sich und scheint immer näher zu rücken. Käufer von Elektro-Autos sollen mit einer Prämie dafür belohnt werden, dass sie von den herkömmlichen Antriebstechnologien Abstand nehmen. SPD und Grüne fordern eine Kaufprämie von 5.000 Euro, geht aus einem Bericht in Spiegel online vom 2. Februar hervor. Während die Bundesregierung – allen voran der Bundesfinanzminister – die Auswirkungen einer Kaufprämie auf den Bundeshaushalt ängstigt, das Umweltministerium dagegen schon über Produktions-Quoten nachdenkt, mit denen sie die Automobilindustrie zur verstärkten Produktion von Elektro-Autos antreiben will, warnen Verbraucherverbände und die noch jedes Mal inflationär zu Energie-Themen interviewte Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung lapidar vor einer Kaufprämie bei Fehlen einer gesamten Ausrichtung der Mobilität auf Nachhaltigkeit. Wer hätte das gedacht! Ein gewichtigeres Argument gegen eine Förderung hat demgegenüber jüngst der Handelsblatt-Journalist Norbert Häring ausführlich diskutiert: “Bei der Produktion des nötigen Stroms entstehen je nach Energiequelle zum Teil beträchtliche Emissionen.” Härings Sorge: “Nur die Autoindustrie wird auf jeden Fall profitieren.” Eine nahe liegende Option wird bisher dagegen gar nicht diskutiert. Sie hätte aber bereits bei der berühmten Abwrackprämie greifen sollen, kann die vorgetragenen Sorgen meines Erachtens entkräften und eine nachholende Entwicklung der Elektro-Mobilität in Deutschland gegenüber anderen Ländern, in denen die Elektro-Mobilität bereits wesentlich weiter vorangeschritten ist, beschleunigen.

Energiewende – aber richtig: “Im Fokus” des Statistischen Bundesamts unterstreicht Aussagen des WuG-Beitrags “Vision und Menetekel” des VW-Skandals

Energiewende - aber richtig - 28-10-2015

Im Fokus” des Statistischen Bundesamts ist heute unter der Überschrift “Leistungsstarke Autos bremsen Erfolge beim Umweltschutz” zu lesen: “In der Diskussion um manipulierte Abgas­werte in der Auto­industrie lohnt sich auch ein Blick auf die öko­logische Bilanz der Pkw-Nutzung der privaten Haus­halte. Bei diesen Pkw sind seit 2010 weder der Kraft­stoff­verbrauch noch die CO2-Emissionen gesunken. Ein Grund dafür ist, dass die Anzahl leistungs­starker, diesel­betriebener Fahr­zeuge deutlich zuge­nommen hat”. WuG hatte in einem Beitrag vor genau einer Woche problematisiert:

Eine Investitionsdynamik gegen Europas Wachstumsschwäche in Gang setzen – Von Michel Aglietta

Über den Autor: Michel Aglietta, Jahrgang 1938, ist Professor für Makroökonomie an der Universität Paris-Nanterre und am Pariser Institut HEC. Von 1997 bis 2003 war er Mitglied des dem französischen Premierminister zugeordneten Conseil d’analyse. Aglietta ist Mitglied des Institut universitaire de France und des Cercle des économistes; der in Frankreich sehr renommierte Aglietta ist Autor zahlreicher Bücher. Der Beitrag wurde von Gerhard Kilper ins Deutsche übersetzt und Michel Aglietta hat ihn zur Veröffentlichung in WuG autorisiert.

Energiewende – aber richtig: Energetische Umsteuerung – ein hoffnungsvoller Ausweg für das in eine Sackgasse geratene Europa – Von Michel Aglietta (deutsche Übersetzung: Gerhard Kilper)

Originaltitel: La transition énergétique, un espoir pour sortir l’Europe de l’impasse. Der Artikel erschien in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 18. Dezember 2014

Michel Aglietta, Jahrgang 1938, Professor für Makroökonomie an der Universität Paris-Nanterre und am Pariser Institut HEC; 1997 bis 2003 Mitglied in dem frz. Premierminister zugeordneten Conseil d’analyse; Mitglied des Institut universitaire de France und des Cercle des économistes; der in Frankreich sehr renommierte Aglietta ist Autor zahlreicher Bücher

Energiewende – aber richtig: Das durchsichtige Ablenkungsmanöver – Energieeffizienz als Pseudo-Energiewende – Von Stephan Grüger

Energiewende - aber richtig

Es gibt Menschen, die sich tatsächlich darüber wundern, dass ein noch vom abgewählten FDP-Wirtschaftsminister Rösler in Auftrag gegebenes Gutachten zum Ergebnis kommt, dass “die Energiewende von der Politik nicht mit dem notwendigen Ehrgeiz betrieben wird” (Fritz Vorholz, Atomausstieg, Deutschland patzt bei der Energiewende, in: Die Zeit vom 14. Juli 2014). Auch die Klage von Energiekommissar Oettinger, es gebe gerade beim Thema Effizienz viele Blockierer, ruft Verwunderung hervor.

Wir sind das – entpolitisierte – Volk!

12.000 Menschen sollen auf der Demonstration “Die Energiewende nicht kentern lassen!” am vergangenen Wochenende in Berlin teilgenommen haben. Ich war auch dort. Und irgendwie war mir unwohl bei dem Gedanken, dem Gefühl, dass es zwar so viele Menschen waren, und einige von ihnen sich noch dazu kreativ Gehör verschafften, mit bunten Booten auf der Spree, in Kostümen, mit handgearbeiteten Schildern und Masken; dass sie auf mich aber doch wie ein kleines, versprengtes Häuflein wirkten, ebenso ein eigener Kosmos wie das Bundeskanzleramt und der Bundestag, die nur wenige Meter entfernt von dem Punkt liegen, von dem die Demo ihren Ausgang nahm, oder wie das Konrad-Adenauer-Haus, vor dem die Demo endete. Und jetzt, seit einigen Tagen schon, lässt mich die Überlegung nicht mehr los, die mein Unbehagen, das ich an jenem Tag empfand, erklären könnte. Was die Demo nämlich vor allem demonstriert hat, wenn auch sicherlich unbeabsichtigt und wohl auch bis heute unbemerkt von den Veranstaltern: Wir sind das – entpolitisierte – Volk!…Wir sind das – entpolitisierte – Volk! (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

Geschützt: Wir sind das – entpolitisierte – Volk! (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Hinweis: Wir sind offensichtlich die Einzigen, die die Strompreisrabatte für die Industrie im Rahmen des EEG systematisch vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit untersucht haben

Der Deutschlandfunk meldet heute früh: “Das Bundeskabinett berät heute in Berlin über die Strompreisrabatte für die Industrie.”

Weiter heißt es in der Meldung: