Tag Archiv für Europa

CETA und Mordio – Wie Polit-Clowns und Journalisten die Realität verdrehen – Von Christian Christen

gulls-formation-flag-sky-45874

Wer die Berichterstattung rund um die gescheiterte Annahme des CETA-Vertragstextes beim EU-Gipfel am 20./21. Oktober bis heute verfolgt, findet viele Hinweise, warum sich immer mehr Menschen von der offiziellen Politik und vielen Medien kopfschüttelnd abwenden. Sachliche Informationen sind Mangelware, ersetzt von einer Personalisierungsshow, von Stimmungsmache und Meinungsjournalismus erster Güte. Nahezu bar jeder Erkenntnis rücken der Inhalt der weitreichenden Handels- und Investitionsabkommen und deren mögliche Folgen wie die öffentliche Kritik der letzten Jahre in den Hintergrund und es offenbart sich bei vielen “Meinungsführern” ein geradezu abschreckend naives und zugleich autoritäres Demokratieverständnis.

Konjunktur, Außenhandel, Eurokrise, Weltwirtschaft: Was verraten die neuesten Außenhandelsdaten über die Konjunktur?

English Summary: On the basis of the most recent foreign trade statistics published by the Federal Statistical Office and additional data kindly provided by them to us WuG regularly analyses German foreign trade and its implications for the business cycle in Germany, the European Monetary Union (EMU) and the world economy.

Geschützt: Konjunktur, Außenhandel, Eurokrise, Weltwirtschaft: Was verraten die neuesten Außenhandelsdaten über die Konjunktur? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Martin Schulz: Warum sagt er nicht “Deutschland ist ein Problem für die ganze Welt”?

“Trump ist nicht nur für die EU ein Problem, sondern für die ganze Welt”, hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, gerade im Interview mit Spiegel online verlauten lassen. Schulz weiter: “Meine Sorge ist, dass er Nachahmer auch in Europa beflügeln könnte.” Wieso “Nachahmer”, sind sie etwa nicht schon längst da? In seiner Verantwortung als Präsident des EU-Parlaments müsste Schulz aber wenn schon zuallererst diese Frage umtreiben: “Warum könnte Trump Nachahmer auch in Europa beflügeln?” Dass Schulz sich diese Frage nicht stellt, wird in anderen Aussagen von ihm im Interview deutlich und darin, dass er gravierende Probleme gar nicht erst anspricht.

Konjunktur in Deutschland und Europa: Flassbecks Bashing des Statistischen Bundesamts erscheint weder fundiert noch gerechtfertigt

Der Ökonom Heiner Flassbeck schimpft – nicht zum ersten Mal – über das Statistische Bundesamt. Seine Kritik erscheint aber weder fundiert noch gerechtfertigt, der schrille Ton noch dazu kaum zielführend.

Flassbeck unterstellt dem Statistischen Bundesamt, dass dessen vorläufiges Ergebnis des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal ein Produkt der Phantasie sei, und dass das Amt seine Berechnungen nach den Erwartungen der Politiker ausrichten würde:

Brexit-Krise der EU: Schäuble, der nationale Egoist

Dass der deutsche Bundesfinanzminister als einer der Hauptverantwortlichen für den Niedergang der Europäischen Währungsunion (EWU) in die Geschichte eingehen müsste, steht für mich außer Zweifel. Dass er es aller Voraussicht nicht tun wird, liegt nicht zuletzt an der Hörigkeit deutscher Medien und einer schwachen politischen Opposition, im Inland und im Ausland. Schäuble ist das Gesicht der gescheiterten Eurokrisen-Politik. Als Bundesfinanzminister der größten Volkswirtschaft in der EWU und auf der Ebene der G20 hat er mit seinen Vorstellungen von Finanz- und Wirtschaftspolitik maßgeblich Einfluss genommen. Seine Politik der “schwarzen Null” ist bereits Legende. Er steht für eine Finanzpolitik, die auf Gedeih und Verderb eine Konsolidierung des Staatshaushalts anstrebt. Ein ausgeglichener Staatshaushalt oder gar ein Haushaltsüberschuss stehen bei ihm dabei nicht am Ende einer erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung, sondern am Anfang. Das ist ein gravierender Unterschied.

Nach dem Brexit: Draghi warnt vor Wachstumseinbußen

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat nach dem Brexit vor Wachstumseinbußen in der Europäischen Währungsunion (EWU) gewarnt (siehe hier). In dieselbe Richtung weisen unsere Analysen zum Brexit (siehe hier und hier).

Geschützt: Nach dem Brexit: Draghi warnt vor Wachstumseinbußen (vollständiger Beitrag im Abonnement)

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Arbeitskosten: Was zählt

Arbeitskosten titel

Heute hat das Statistische Bundesamt turnusgemäß über die so genannten Arbeitskosten (Bruttoverdienste+Lohnnebenkosten) in Deutschland und der EU insgesamt informiert. Was Arbeit aber wirklich kostet wird nicht allein durch den dafür bezahlten Lohn bestimmt, sondern durch die Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde bzw. je Beschäftigten. Liegen die Arbeitskosten in Deutschland beispielsweise rund zweieinhalb mal so hoch wie die in Griechenland, die Arbeitsproduktivität in Deutschland aber auch, so ist Deutschland nicht “teurer” als Griechenland, sondern genauso “teuer” bzw. billig. Das Statistische Bundesamt aber zieht allein die Arbeitskosten heran, um zu beurteilen, ob ein Land “teurer” ist, wenn es schreibt (kursive Hervorhebung, T.H.): “Im Verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2015 durchschnittlich 38,00 Euro. Hier lag Deutschland im EU-weiten Vergleich auf Rang vier. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 44 % teurer als im EU-Durchschnitt (26,30 Euro) und kostete knapp 3 % mehr als in Frankreich (37,00 Euro).” Sobald die Arbeitsproduktivität berücksichtigt wird, ergibt sich hingegen folgendes Bild:…Arbeitskosten: Was zählt (vollständiger Beitrag im Abonnement)

Geschützt: Arbeitskosten: Was zählt (vollständiger Beitrag im Abonnement)

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein: