Tag Archiv für EZB

Lohnentwicklung, EZB: Die Gewerkschaften sollten auf Draghi hören

Gestern hat sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zur aktuellen Geldpolitik, zur Wirtschaftslage und zur Kreditentwicklung geäußert. Die EZB ließ den Leitzins und die darüber hinaus gehenden, expansiven geldpolitischen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur unverändert. Die zurückhaltende Einschätzung Draghis gibt auch keinen Anlass zu vermuten, dass sich dies so schnell ändert. Eine wesentliche Rolle für die zwar verbesserte, aber immer noch unbefriedigende Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität, die damit verbundene Unterauslastung der Produktionskapazitäten und die Unterschreitung des Inflationsziels von “unter, aber nahe zwei Prozent” scheint dabei für Draghi die Lohnentwicklung zu spielen.

EZB trifft bemerkenswerte Aussage zur Lohnentwicklung

In einer ihrer letzten Veröffentlichungen trifft die EZB eine bemerkenswerte Aussage zur Lohnentwicklung. Sie zeigt sich damit mehr auf der Höhe der Zeit und auf festerem analytischem Fundament als die Politik und selbst die Gewerkschaften in Deutschland. Gleichzeitig bestätigt sie damit unsere vorausgegangenen Überlegungen, die wir in verschiedenen Beiträgen begründet haben (1). Auch die EZB aber lässt in ihrer Analyse und in ihren Schlussfolgerungen wesentliche Gesichtspunkte außer Acht…EZB trifft bemerkenswerte Aussage zur Lohnentwicklung (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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USA, EU, Deutschland: Was ist dran an Trumps Vorwürfen?

Der Niveauunterschied zwischen zwei ehemaligen Journalisten der “Financial Times Deutschland”, die leider nur für wenige Jahre den deutschen Zeitungsmarkt mit einem frischen Blick auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und der Welt bereicherte, könnte größer nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass der eine, Wolfgang Münchau, seinen Blick seit vielen Jahren in der weltoffenen englischen Financial Times schärft, während der andere, Thomas Fricke, sich mittlerweile als Unterhaltungskünstler bei Spiegel online versucht.

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Vorschau: Zum Wechselkurs US-Dollar/Euro +++ Zu Martin Schulz

In WuG haben wir die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar immer wieder systematisch analysiert. So auch die Wechselkursentwicklung zwischen dem Euro und dem Britischen Pfund. Auf beide Länder entfallen die bei weitem höchsten Anteile des deutschen Außenhandelsüberschusses. Eben dieser steht im Ausland nicht erst seit Trump und Brexit in der Kritik. Die Vorwürfe Trumps und seiner Mitstreiter, dass Deutschland besonders von einem unterbewerteten Euro profitiere, haben aber jetzt auch in der Tagespresse ein Echo hervorgerufen. Wie ist dieses zu bewerten, vor allem aber: wie ist der Wechselkurs und wie sind die Vorwürfe der US-Regierung zu bewerten? Hierzu aktualisieren wir unsere Wechselkursanalyse. Und wir blicken zurück auf die Vorgeschichte der Kritik, die schon unter der Präsidentschaft Obamas artikuliert wurde. Allerdings wurde nicht wie jetzt unter Trump so offensiv politisch agitiert und mit Konsequenzen gedroht. Umso zentraler für das Verständis des Konflikts sind die Argumente, mit denen die Analysen der US-Administration bisher aufwarteten. Schließlich gilt es noch die Aussagen der EZB, namentlich Draghis, zu berücksichtigen – und die jüngsten Äußerungen der Bundeskanzlerin. Die Analyse soll in Kürze im Abonnement erscheinen.

Arbeitslosigkeit – strukturell oder konjunkturell bedingt? Zur Aussagekraft der Beveridge-Kurve

Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Währungsunion (EWU) ist immer noch sehr hoch. Die Diskussion in Politik, Wissenschaft und Medien über die Ursachen der Arbeitslosigkeit hält an. Das hat unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf die politischen Versuche, die Arbeitslosigkeit zu überwinden. Die Situation am Arbeitsmarkt bestimmt schließlich auch über den sozialen Frieden. Ist die Arbeitslosigkeit hoch und verhindert die Politik, dass diejenigen, die Arbeit haben, davon auch existieren und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gefährdet dies ab einem gewissen Grad den sozialen Frieden und die parlamentarische Demokratie. Dieser Grad scheint in vielen Ländern längst erreicht. Das zeigen nicht zuletzt die Erfolge radikaler Parteien und das in repräsentativen Umfragen immer wieder bestätigte Gefühl eines erheblichen Teils der Bevölkerung, abgehängt zu sein. In diesem Zusammenhang sind auch Veröffentlichungen des europäischen Amts für Statistik, Eurostat, interessant, die beispielsweise erst jüngst darüber informierten, dass rund jeder sechste Arbeitnehmer in der EU und in der EWU im Niedriglohnsektor beschäftigt ist. Deutschland schneidet mit einem Anteil von 22,5 Prozent besonders schlecht ab. In Schweden sind es nur 2,6 Prozent. Eine andere Meldung von Eurostat informierte ebenfalls erst diesen Monat darüber, dass es sich mehr als jeder zehnte in der EU nicht leisten kann, mit Freunden oder der Familie etwas trinken zu gehen, jeder sechste kann nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Auch hier schneidet Deutschland mit 14,3 Prozent schlechter ab, als der EU-Durchschnitt (13%). In Schweden sind es 0,8 Prozent.

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Reallöhne: Lohnentwicklung unterstreicht verkehrte Diskussion

Reallöhne II - 22-12-2016

Heute hat das Statistische Bundesamt die neuesten Daten zur Entwicklung der Reallöhne veröffentlicht. Die Entwicklung der realen (preisbereinigten) Löhne ist die Differenz aus Nominallohnentwicklung und Verbraucherpreisentwicklung (Inflation). Wir hatten erst jüngst im Rahmen unserer regelmäßigen Analyse zur Ausschöpfung des Verteilungsspielraums festgestellt, dass dieser weder durch die allgemeine Lohnentwicklung, noch durch die Tariflohnentwicklung in den zurückliegenden zwei Quartalen ausgeschöpft wurde (siehe zuletzt hier). Anders als die Arbeitgeberverbände, die Bundesregierung und die Gewerkschaften definieren wir den Verteilungsspielraum als Entwicklung der Arbeitsproduktivität plus Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Die heute vom Statistischen Bundesamt präsentierten Daten zur Lohnentwicklung unterstreichen die verkehrte Herangehensweise von Bundesregierung, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, die nicht das Inflationsziel der EZB, sondern die tatsächliche Inflation als Maßstab für eine angemessene Lohnentwicklung nehmen.

EZB: Wie sind die jüngsten Entscheidungen zu bewerten?

Am 8. Dezember hat sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zu den jüngsten geldpolitischen Entscheidungen und zum geld- und wirtschaftspolitischen Umfeld geäußert. Um die Entscheidungen der EZB und Draghis Aussagen sachlich zu bewerten, bedarf es einer zusammenhängenden Analyse von Leitzins, Liquiditätsversorgung, Kreditwachstum, Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt…EZB: Wie sind die jüngsten Entscheidungen zu bewerten? (vollständiger Beitrag im Abonnement)