Tag Archiv für Holger Zschäpitz

Frankreich, Deutschland: Frankreich entwickelt sich nicht schlechter als Deutschland

Für den leitenden Wirtschaftsredakteur der Tageszeitung “Die Welt”, Holger
Zschäpitz, und seine Kollegin, die Wirtschafts-Korrespondentin Anja Ettel, steht fest: Frankreich “gibt ein jämmerliches Bild ab“. Dass Frankreich “zur Gefahr für Europa” wird, liegt ihres Erachtens am “starren und unflexiblen Arbeitsmarkt”. Es ist wohl nicht zu pauschal zu behaupten, dass diese Interpretation der Auffassung der Mehrheit in Politik und Medien in Deutschland entspricht. Ein Blick auf die nüchternen Daten des europäischen Amts für Statistik, Eurostat, dürfte daher viele überraschen.

Vorschau: +++Kritik an Draghi ja, aber welche? +++ Reiseerzählungen +++

Gestern hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre jüngsten geldpolitischen Entscheidungen bekannt gegeben. Daraufhin hat es mächtig gerauscht im deutschen Blätterwald. Holger Stelzner schreibt in der FAZ von einer Japanisierung der Eurozone“. In seinem Beitrag geht es drunter und drüber, Kraut und Rüben, wie man so schön sagt. Da kann ein noch so kluger Kopf beim Lesen nur verwirrt die Zeitung zur Seite legen. Aber wirklich kluge Köpfe haben längst aufgehört die FAZ zu lesen. Sie ist, zumindest was den Wirtschaftsteil anbelangt, seit langem ein Boulevard-Blatt und dafür nun wirklich zu teuer; online diesen Müll zu lesen, kostet wiederum Zeit; und Zeit ist nunmal, da stimmt Holger Stelzner sicherlich mit mir überein, auch Geld. Gewohnt monströs und nicht weniger peinlich der Aufmacher der Tageszeitung Die Welt zum Thema: “Mario Draghi schockiert die Märkte“. Geht´s noch, Anja Ettel, Holger Zschäpitz? Und doch ist Kritik an Mario Draghi berechtigt. Aber welche? Das wollen wir in Kürze auf Basis unserer geldpolitischen Analyse und den Aussagen Draghis und der ihnen zugrundeliegenden wirtschaftlichen Analyse und Entwicklung deutlich machen. Der Beitrag erscheint im Abonnement.

“Die Welt”: Mit Holger Zschäpitz auf dem Kriegspfad – “Effektiver als jeder Militärschlag”

Unten einige twitter- und Zeitungsschnipsel-Zitate von Holger Zschäpitz, laut Angaben seines twitter-accounts: “Senior editor of the financial and economic desk at @Welt”. Ich habe schon gemeinsam mit ihm auf dem Podium gesessen. Ein sehr freundlicher, sympathischer Mensch und angenehmer Diskussionspartner. Seine Kriegsrhetorik aber erschreckt mich seit geraumer Zeit, und er steht mit ihr sicherlich nicht allein in der deutschen Medienlandschaft. Wenn aber die Kriegsrhetorik und die ihr eigenen Übertreibungen schon den Wirtschaftsteil erfassen (siehe hierzu zuletzt auch hier [vollständiger Beitrag nur im Abonnement]), verdient dies umso mehr Aufmerksamkeit.

Kriegsgeschrei in “Die Welt”: Vor lauter “Finanzkrieg”-Taumel können Zschäpitz und Steiner keine Statistiken mehr lesen

Das ist natürlich ein Blickfang: “Finanzkrieg löst in Russland eine Kauf-Panik aus“, haben Eduard Steiner und Holger Zschäpitz ihren Beitrag auf Welt online überschrieben. Glaubt man ihnen, ist der russische Konsument in Panik und hortet Waren, ist im Kaufrausch, trotz sinkender Einkommen. Laut ihrer Graphik berufen sie sich dabei auf Zahlen des russischen Amts für Statistik, Federal Statistics Service (FSS) und Bloomberg. In bestem “Welt”-Deutsch heißt es unter der Graphik: “Der Einkommen entwickelten sich so schlecht wie seit Jahren nicht mehr.” Die Graphik bildet zum einen die “Entwicklung der verfügbaren Einkommen” ab und zum anderen – allein diese Größe war mir bisher kein Begriff – die “Entwicklung der verfügbaren Einzelhandelsumsätze”. Was sind “verfügbare” Einzelhandelsumsätze? Während laut dieser Graphik die Einzelhandelsumsätze um vier Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen sind (was natürlich im Vergleich zur mageren bzw. negativen Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Deutschland dem Journalisten von “Welt” gleich als “Kauf-Panik” erscheinen muss), sind die verfügbaren Einkommen um 6,8 Prozent eingebrochen. Zschäpitz und Steiner versetzt das in eine schrille Tonlage, die mich an frühere Wochenschauen erinnert:

Geschützt: Kriegsgeschrei in “Die Welt”: Vor lauter “Finanzkrieg”-Taumel können Zschäpitz und Steiner keine Statistiken mehr lesen (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Video: Politik grillt Kommentar – Eurokrise/Sparen: Königsweg oder Sargnagel?

Politiker und Gewerkschafterin fragen — Kommentatoren antworten. Axel Troost (DIE LINKE) und Sabine Reiner (ver.di) kehren die gewohnten Rollen um und verlangen Antworten von Ulrike Herrmann (taz), Holger Zschäpitz (Die Welt) und Thorsten Hild (Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung – www.wirtschaftundgesellschaft.de). “Haben sie durchdachte und praxistaugliche Vorschläge zur Überwindung der Eurokrise? Ist Sparen der Königsweg oder der Sargnagel?”