Tag Archiv für Kolumne

Frankreich vor der Wahl: Die Wirtschaftslage und ihre Bedeutung

Es gibt, so scheint es zumindest für die Wirtschaftswissenschaften und den Wirtschaftsjournalismus zutreffend, die ewigen Pessimisten und die ewigen Optimisten. Ein Paradebeispiel für den ewigen Pessimisten ist in Deutschland wohl der Ökonom Heiner Flassbeck, der nunmehr schon seit Jahren das Ende des Euros prophezeit und die Konjunktur regelmäßig in Grund und Boden schreibt – auf durchaus problematischer analytischer Grundlage, wie wir anderswo des Öfteren erläutert haben (siehe zum Beispiel hier und hier). Ein Paradebeispiel für den ewigen Optimisten ist in Deutschland demgegenüber wohl der Volkswirt und Spiegel-Online Kolumnist Thomas Fricke. Wenn beide eine Gemeinsamkeit haben, dann ist es die, dass die analytische und empirische Basis Frickes nicht weniger fragwürdig erscheint als die Flassbecks.

USA: Ist Trump ein Faschist?

Jakob Augstein ist sich so sicher, dass er sogar ein Copyright für seine Überschrift, “Trump des Willens” beanspruchen möchte. Für diejenigen, die, wie ich, weniger als Augstein mit dem Filmmaterial aus faschistischen Zeiten vertraut sind: das ist eine Anspielung auf Leni Riefenstahls “Triumph des Willens“. Mit dieser Anspielung wird zumindest deutlich, in welche Nähe Augstein Trump zu rücken beabsichtigt. Gleichzeitig aber hält Augstein sich an Angela Merkel, um seinen Rufmord zu unterfüttern, nicht ohne im selben Atemzug “das Ende des Westens” auszurufen, das Trumps Wahl bedeute. Beide Bezugspersonen wie die daraus abgeleitete Einordnung Trumps als Faschist sind aber problematisch, warum? Das haben nachdenkliche Journalisten, Historiker und Medien, darunter ausgewiesene Gegner Trumps und der mit dem “freitag”, der Wochenzeitung von Augstein, kooperierende The Guardian, schon vor Augsteins bedrückendem Gefühlsausbruch versucht deutlich zu machen. Im Ergebnis lässt das durchaus den Schluss zu, dass Augstein mehr mit Trump gemeinsam hat, als ihm lieb sein dürfte…USA: Ist Trump ein Faschist? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Ukraine/MH 17/Ukraine/Spiegel-Kolumnist: Münchau ist die Elite, von der Gefahr ausgeht – er merkt es bloß nicht

Der deutsche Journalismus ist bei der Berichterstattung über die Ukraine-Krise schon lange vor der MH 17 abgestürzt. Er hat sich allerdings selbst abgeschossen. Nichts deutet darauf hin, dass sich dies auf absehbare Zeit ändern wird. Im Gegenteil. Es wird immer schlimmer, wie Wolfgang Münchau mit seiner jüngsten Kolumne zum Thema belegt. Der ehemalige Mitbegründer der deutschen Financial Times und heutige Spiegel-Kolumnist liegt dabei nicht das erste Mal auf ganz primitive Art daneben (siehe Münchau zum Mindestlohn hier).

View from Ireland von Lauren Bari – Eine neue Kolumne auf Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung

Liebe Leserinnen und Leser,

der heute erscheinende Text von Lauren Bari ist das Ergebnis einer zufälligen Begegnung, die zeigt, was möglich ist. Drei junge Frauen fragten mich im Berliner Regierungsviertel nach dem Weg zum Brandenburger Tor. Da wir ein Stück gemeinsam des Weges gingen, fragte ich natürlich, woher sie seien.

Jakob Augstein: Im Zweifel euphorisch

Na, man könnte ja fast meinen, dass Jakob Augstein sich als Autor beim Vorwärts bewerben möchte; für spd.de wäre selbst er immer noch zu kritisch. So schlecht wird es aber hoffentlich nicht um den Freitag bestellt sein. “Ein Loblied auf Steinbrück, ausnahmsweise“, überschreibt der Herausgeber der Wochenzeitung seine aktuelle Spiegel-Kolumne, die “Im Zweifel links” heißt. Diesmal aber ist Augstein im Zweifel euphorisch.