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Konjunktur: Industrieproduktion stiftet Verwirrung

Die Industrieproduktion gilt als wichtiger Konjunkturindikator. In WuG haben wir dessen Aussagekraft für die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität bereits des Öfteren analysiert und in Frage gestellt (siehe zuletzt hier und hier). Ein Nachteil ist, dass die Industrieproduktion nur einen Teilbereich der Wirtschaft abbildet, der noch dazu an Gewicht verliert. Ein anderer Nachteil ist der vergleichsweise späte Veröffentlichungstermin. Schließlich ist die Industrieproduktion von sehr starken Schwankungen gekennzeichnet und wird noch dazu im Nachhinein nicht selten nach oben oder unten revidiert. Auch das erschwert eine zuverlässige Einschätzung der Konjunktur. Eine zeitnahe und zuverlässige Konjunktureinschätzung kann allen Beteiligten am Wirtschaftsgeschehen Orientierung über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung geben und ermöglicht der Wirtschaftspolitik möglichen Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken. Die jüngste Meldung des Statistischen Bundesamts und Reaktionen darauf unterstreichen die erwähnten Nachteile der Industrieproduktion als Konjunkturindikator. Ein genauerer Blick in die Statistik zur Industrieproduktion aber hilft zumindest eine Entwicklung zu relativieren. Zudem erscheint die Einbeziehung der Industrieproduktion in die Konjunkturanalyse aus anderen Gründen sinnvoll…Konjunktur: Industrieproduktion stiftet Verwirrung (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Aktuelle Nachrichten und Hintergrund: Ifo-Index und Idiotie deutscher Wirtschaftsredaktionen

Der Spiegel ist gewissermaßen das Flagschiff – leider nicht die Arche Noah – der Wirtschaftsidiotie, die im Fahrwasser deutscher Leitmedien kreuzt und immer volle Fahrt voraus neoliberalen Kurs hält. Wirtschaft und Gesellschaft ist mittlerweile eine wahre Fundgrube mit Beiträgen über dieses Phänomen. Höchste Zeit im Grunde genommen, eine eigene Kategorie hierfür anzulegen. Soeben berichtet Spiegel online: “Stimmung in der Wirtschaft bricht überraschend ein”. Die Idiotie äußert sich in dem Wort “überraschend”, das immer dann ertönt, wenn es entgegen den Jubelmeldungen und der Hofberichterstattung des Spiegels für die deutsche Wirtschaft ökonomisch bergab geht. So ungefähr müssen sich die alten Kapitäne auf hoher See gefühlt haben, wenn sich nach dem wiederholten und euphorischen Ruf “Land in Sicht” doch wieder herausstellte, dass es sich um eine Fata Morgana gehandelt hatte. Wahrscheinlich hat der Spiegel längst eine Algorithmus programmiert: “Minus” folgt “überraschend”.