Tag Archiv für Portugal

Die politische Großwetterlage verheißt nichts Gutes

Die Finanzminister der Euro-Länder haben Defizit-Verfahren gegen Portugal und Spanien eingeleitet. Das Entscheidende dabei sind weniger die Folgen, die daraus resultieren. Beide Länder liegen auch ohne diese Verfahren und trotz konjunktureller Erholung immer noch am Boden. Das Entscheidende ist die dogmatische Geisteshaltung, die die Finanzminister damit ein weiteres Mal walten lassen. Das sture und einseitige Festhalten an Zielen für das Haushaltsdefizit und die Schulden des Staates, losgelöst von der Konjunktur und – vor allem – der hohen Arbeitslosigkeit ist zerstörerisch. Für die betroffenen Länder und die Europäische Währungsunion (EWU) insgesamt. Gerade der deutsche Finanzminister hätte angesichts des Regelbruchs, den Deutschland mit einem weit über sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegenden Leistungsbilanzüberschuss verübt, dazu besser geschwiegen. Er ist aber einer der Hauptverantwortlichen für diese Politik. Und damit auch für die politische Radikalisierung, die sich in Europa nicht erst mit dem Brexit Gehör verschafft.

Portugal: Chance genutzt – welche Chancen und Risiken eröffnen sich dadurch?

English Summary: A Socialist-led alliance voted Portugal’s right-of-centre government out. The article discusses the chances and risks of a change of government against the background of the most recent development in economic activity and the necessities for the Portuguese economy to develop.

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Griechisches Wirtschaftswachstum: Weitere Kuriositäten aus dem Kabinett deutscher Medien

English Summary: Just two days ago we published an article on the precarious condition of German journalism using the reporting on Greece´s growth in the second quarter 2015 as an example. Here we present some more oddities on the same topic by German journalists showing a world of surrealism rather than journalism.

In 111 days from my entry door to and through southern Europe – walking, hitchhiking and by train

WuG - 05-03-2015-2b

Today is the 111th day of my journey to and through southern Europe. More precisely: our journey. Hilka, my faithful Labrador-she-dog, has accompanied me the whole way. Many people we encountered first approached her, spoke to her, petted her, encouraged her before talking to me. The goal of the journey was to take a view from the road on the countries most affected by the Euro crisis – France, Spain, Portugal, Italy, Greece -, to personally meet the people and to get their view, their opinion on Europe. So nearly everyone I met on the street, while hitchhiking or in the train I asked the question: What do you think about Europe? And time and again I was surprised and impressed how clear-sightedly they answered.

In 111 Tagen von der Haustür aus nach und durch Südeuropa – zu Fuß, per Anhalter und Bahn

WuG - 05-03-2015-2b

Heute ist der 111. Tag meiner Reise nach und durch Südeuropa. Genauer: unserer Reise. Denn den ganzen Weg hat mich meine treue Labrador-Hündin, Hilka, begleitet. Ihr verdanke ich nicht wenige Begegnungen, da die Menschen nicht selten zuerst auf sie zugekommen sind, sie angesprochen und gestreichelt, ihr gut zugeredet haben, woraus sich dann erst ein Gespräch mit mir entwickelte. Ziel dieser Reise war es, die von der Eurokrise besonders betroffenen Länder – Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland – von der Straße aus in den Blick zu nehmen, den Menschen persönlich zu begegnen und ihre Sicht, ihre Meinung über Europa zu erfahren. An nahezu jeden, dem ich auf der Straße, beim Trampen oder im Zug begegnet bin, habe ich dann auch die Frage gerichtet: Was denken Sie über Europa? Und ich war jedes Mal wieder überrascht und beeindruckt, welch klarsichtige Antworten mir die Menschen gaben.

Konjunktur/Eurokrise/Außenhandel: Was verraten die neuesten Außenhandelsdaten über die Konjunktur?

Heute hat das Statistische Bundesamt die neuesten Außenhandelsdaten präsentiert. Wir analysieren regelmäßig den Außenhandel und dessen Aussagekraft für die Konjunktur unter Berücksichtigung zusätzlicher Daten, die uns das Statistische Bundesamt freundlicherweise zur Verfügung stellt. Vor dem Hintergrund der jüngst erneut aus den USA ergangenen Beschwerde über die einseitige Ausrichtung auf den Export(überschuss) der deutschen und jetzt auch europäischen Wirtschaftspolitik (siehe hier, hier und hier) und der wiederholten Verdrehung der Tatsachen in deutschen Leitmedien (siehe hier) erhält unsere monatliche Analyse einmal mehr Relevanz…Konjunktur/Eurokrise/Außenhandel: Was verraten die neuesten Außenhandelsdaten über die Konjunktur? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Eurokrise, Portugal, Spanien, Griechenland, Süddeutsche Zeitung: Thomas Urban – ein “Journalist”, dem es offensichtlich nur um die Bestätigung der eigenen Ideologie geht

“Das Vertrauen kehrt zurück”, überschreibt Thomas Urban einen Beitrag über die aktuelle Entwicklung in Portugal, der am 26. Mai im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung (Druckausgabe) erschienen ist. Einer unserer Abonnenten machte die Redaktion von WuG auf diesen Beitrag aufmerksam. Wenn Urban von Vertrauen schreibt, meint er allerdings nicht das Vertrauen der Menschen, um die es, sollte man zumindest meinen, demokratisch gesinnten Menschen in erster Linie gehen muss. Urban meint – als hätte es die Finanzkrise nie gegeben – “das Vertrauen der internationalen Finanzmärkte”. Er liegt damit ganz auf Linie der Bundesregierung (siehe zum Beispiel hier). Das heißt aber nicht, dass er damit richtig liegt. Im Gegenteil.

What do the United States, Greece, Portugal and the rest of the world have in common concerning Germany?

Motivated by a talk I had today with two statisticians in the Instituto Nacional de Estatística (INE), the National Statistical Institute of Portugal, and against the background of the repeated critique by the U.S. Department of the Treasury Office of International Affairs on German economic policy, I shortly analysed the foreign trade between Germany and Portugal. The result clearly supports the argument of the U.S. Treasury – and shows what European politics lacks most.