Tag Archiv für Vollbeschäftigung

“Fast Vollbeschäftigung”, “Produktionskapazitäten überausgelastet”, in Deutschland?

“In Deutschland herrscht fast Vollbeschäftigung”, meint Christoph Heinemann, Moderator des Deutschlandsfunks, an das SPD-Urgestein Rudolf Dreßler gerichtet. Der entgegnet etwas nebulös, dass diese “auf dem Papier de facto nicht besteht”. Das war am Freitag vergangener Woche. Heute meldet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, das vornehmste Beratungsgremium der Bundesregierung, gar: “Die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten waren im Jahr 2016 mit 0,4 % leicht überausgelastet.” Demnach herrschte nicht nur Vollbeschäftigung, sondern es fehlten sogar Arbeitskräfte. Beides kann bei einer Arbeitslosenquote von rund sechs Prozent und einer Unterbeschäftigungsquote, die noch weit darüber liegt, nicht stimmen. Jene Falschmeldungen, neudeutsch fake news, können schwere Konsequenzen haben, vor allem für die Arbeitslosen, aber auch für das politische System.

Bruttoinlandsprodukt, viertes Quartal 2015 und Jahr 2015: Verteilungsspielraum ausgeschöpft, Wirtschaftswachstum angemessen, notwendiges Wirtschaftswachstum?

English Summary: The day before yesterday the Federal Statistical Office has published the detailed results of gross domestic product for the fourth quarter 2015 and the year 2015. On that basis we calculate whether the development of wages and growth were appropriate and which growth rate would be necessary to reach full employment in Germany. The caculations and their interpretation are decisive to estimate the economic and social development in Germany. They could serve as an instrument for a proper economic policy, too. Unfortunately the German government so far has not employed those methods developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts.

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Deutschland, Konjunktur: Verteilungsspielraum ausgeschöpft? Wirtschaftswachstum angemessen? Vollbeschäftigung in Sicht?

Heute hat das Statistische Bundesamt detaillierte Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2014 und für das Jahr 2014 veröffentlicht. Das erlaubt uns drei zentrale Fragen für die Konjunktur und die Entwicklung am Arbeitsmarkt zu beantworten: Wurde der Verteilungsspielraum ausgeschöpft? War das Wirtschaftswachstum angemessen? Welches Wirtschaftswachstum ist notwendig, um Vollbeschäftigung zu erreichen?…Deutschland, Konjunktur: Verteilungsspielraum ausgeschöpft? Wirtschaftswachstum angemessen? Vollbeschäftigung in Sicht? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Kommentar, Griechenland, Eurokrise: Mit Hinweisen auf wirtschaftliche Erholungsprozesse ist es nicht mehr getan – Von Claus Köhler

In diesen Tagen, in denen sich die wirtschaftlichen Probleme Griechenlands zuspitzen, werde ich immer wieder an die Ereignisse in den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Wir haben gelernt, dass ein enger Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und zunehmenden Wahlergebnissen radikaler Parteien besteht. Nun erleben wir eine solche Entwicklung erneut, dieses Mal in Griechenland. Was sollte auch anderes herauskommen, wenn man es nicht verhindern kann, dass die Jugendarbeitslosenquote (Menschen unter 25 Jahren) in Griechenland Ende 2014 50,4 Prozent beträgt?

Deutschland: Unterschiedliche Arbeitslosenquoten signalisieren unterschiedlichen politischen Handlungsbedarf

“Die Zahl der Erwerbslosen in internationaler Abgrenzung ging 2014 um 77000 Personen oder 3,5 % auf 2,1 Millionen zurück. Das ergaben erste Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung. Der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen lag im Jahresdurchschnitt 2014 bei nur noch 4,7 %. Die Erwerbslosenquote hat sich damit seit ihrem Höchststand von 10,3 % im Jahr 2005 mehr als halbiert und war 2014 so niedrig wie noch nie im vereinigten Deutschland.” Das sagte gestern der Präsident des Statistischen Bundesamts, Roderich Egeler, im Rahmen seiner Vorstellung der ersten Berechnungen zum Bruttoinlandsprodukt 2014 (siehe dazu auch den Beitrag in WuG gestern hier [im Abonnement]). In der Tat erscheint die Erwerbslosenquote ein Erfolg zu sein. Ist sie doch mit 4,7 Prozent nicht mehr allzu weit entfernt von den drei Prozent, bei denen, konservativ betrachtet, Vollbeschäftigtung herrscht. Dieser Wert aber ergibt sich eben nur nach internationaler Abgrenzung, wie Egeler einleitend ja auch erwähnt. Die je nach Abgrenzung unterschiedlichen Arbeitslosen- oder Erwerbslosenquoten sind jedoch nicht unproblematisch. Neben statistisch fragwürdigen Verfahren, signalisieren sie in ihrer unterschiedlichen Höhe auch einen unterschiedlichen politischen Handlungsbedarf…Deutschland: Unterschiedliche Arbeitslosenquoten signalisieren unterschiedlichen politischen Handlungsbedarf (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Teil II (und Schluss): Macht Arbeit sparender technischer Fortschritt das Ziel Vollbeschäftigung obsolet?

Gibt es einen zwingenden Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Arbeit sparenden technischen Fortschritts und Arbeitslosigkeit?

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