Tag Archiv für Wahlanalyse

Wahlbeobachtung: Zwischen Verfolgungswahn und Euphorie

Die Wahlbeobachtung zur Wahl im Saarland ist interessanter, als das Wahlergebnis. Das Wahlergebnis ist nicht wirklich überraschend, wenn man nur die Umfragen verfolgt hat, der Schulz-Euphorie nicht auf den Leim gegangen ist, sondern die Entwicklung seit seiner Kandidatur nüchtern analysiert (siehe hierzu unsere letzte Analyse hier) und vor allem nicht eigene Wunschvorstellungen auf die Wähler projiziert. Einen der größten Ausfälle bietet sicherlich Albrecht Müller, Herausgeber der NachDenkSeiten, der das für ihn unbefriedigende Wahlergebnis weniger erklärt, als dazu nutzt, Verschwörung allerorten auszumachen.

Bundestagswahl 2017: Hat Schulz eine Chance?

Wir haben mit der Benennung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten begonnen, systematisch dessen Chancen einzuschätzen. Eine vergleichbare Herangehensweise hat unsere Leser und uns bereits davor bewahrt, der falschen Einschätzung von Meinungsforschern, Politikern und Journalisten zur Präsidentschaftswahl in den USA auf den Leim zu gehen.

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Abgeordnetenhauswahl Berlin, AfD: Wieder waren es die Abgehängten

In Anbetracht einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach schlussfolgerten wir erst am 9. September unter der Überschrift “Viel zu viele Abgehängte“: “25 Prozent Abgehängte aber sind viel zu viele – für eine Demokratie jedenfalls. Das zeigen nicht zuletzt die jüngsten Wahlergebnisse. Viele Medien und die Politik scheinen sich aber dieser Ausgangslage, die sie selbst geschaffen haben, nicht bewusst zu sein oder sie bewusst zu ignorieren. Damit aber machen sie erst Parteien wie die AfD und Bewegungen wie PEGIDA möglich. Es hilft aber nichts über deren Ergebnisse zu schimpfen und gegen sie zu moralisieren, wenn man sich nicht der Voraussetzungen für ihren Erfolg vergewissert.” Das sich das immer noch nicht herumgesprochen hat, zeigen unreflektierte Beiträge wie der jüngst auf Spiegel online erschienene von Liane Bednarz und Farhad Dilmaghani, den wir kritisch aufgegriffen haben (siehe hier). Die Wahlanalyse von infratest dimap unterstreicht aber unseren Fokus auf die Ursachen für die Wahlerfolge der AfD. Erneut waren es die Abgehängten, die die AfD ins Parlament getragen haben. Der Auftrag, der sich daraus für die Politik ergibt, erscheint ebenso offensichtlich wie einleuchtend – und umsetzbar.

Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg: Wahlergebnisse sind Ergebnis der Bundes- und Europapolitik

In Brandenburg war die niedrige Wahlbeteiligung schon früh sichtbar (siehe dazu hier). In Thüringen sieht es nicht viel besser aus. “Es gibt einen eindeutigen Verlierer dieses Wahlabends: die Wahlbeteiligung. In Thüringen liegt sie bei rund 53 Prozent, in Brandenburg sogar nur bei rund 48 Prozent. In beiden Ländern ist das die bislang schlechteste Beteiligung bei einer Landtagswahl”, resümiert dann auch Fabian Grabowsky durchaus problemorientiert bei tagesschau.de. Die Nichtwähler sind in beiden Bundesländern die mit riesigem Abstand stärkste “Partei”. Wie unsere Wahlanalyse zeigt, haben die Motive, nicht wählen zu gehen, und die Motive, die Alternative für Deutschland (AfD) zu wählen, einen gemeinsamen Nenner. Die etablierten Parteien und die Ton angebenden Medien übersehen indes eine zentrale Grundlage für die Wahlergebnisse. Das liegt wiederum in einer weit verbreiteten Fehleinschätzung der wirtschaftlichen und sozialen Lage Deutschlands und Europas begründet…Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg: Wahlergebnisse sind Ergebnis der Bundes- und Europapolitik (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Zu den Wahlen in Schleswig-Holstein: Die größte “Partei”: die Nichtwähler – und wie Wahlen wirklich gewonnen werden können

“+++ Geringste Wahlbeteiligung im Norden seit den achtziger Jahren +++

[16.30 Uhr] Es ist ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD in Schleswig-Holstein, doch die Wähler interessiert die Abstimmung kaum: Bei der Landtagswahl im nördlichsten Bundesland zeichnet sich die niedrigste Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten ab. Bis 14 Uhr gingen nur 37,7 Prozent der 2,2 Millionen Wahlberechtigten an die Urnen. Seit den achtziger Jahren sei dies zur Mittagszeit der niedrigste Stand, sagte Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler.”