Tag Archiv für Wirtschaftspolitik

Von Kohl zu Schröder zu Schulz: Beraten und verkauft

Bundeskanzler Kohl ist gestorben – und wird gefeiert. In vielerlei Hinsicht vielleicht gar nicht zu Unrecht. In den Mittelpunkt werden dabei seine Verdienste um die deutsche Vereinigung und die Vertiefung des europäischen Einigungsprozesses gestellt. Aus wirtschaftspolitischer Sicht müsste sich indes der Blick auf ein Phänomen lenken, das möglicherweise ein Vermächtnis von Kohl offenbart, das insbesondere eine Erkenntnis auch für die heutige Wirtschaftspolitik bereit hält. Hätte Kohl selbst frühzeitig die Lehre daraus gezogen, wäre er vielleicht nicht von Gerhard Schröder abgelöst worden. Und hätte die Sozialdemokratie jenes Vermächtnis erkannt, hätte sie unter Schröder möglicherweise einen anderen wirtschaftspolitischen Kurs eingeschlagen und nicht den, von dem sie und die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft sich bis heute nicht erholt haben. Auch der aktuelle Kanzlerkandidat der SPD scheint dies betreffend ahnungslos. Das macht es der Kanzlerin leicht…Von Kohl zu Schröder zu Schulz: Beraten und verkauft (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Vorschau: Kohls wirtschaftspolitisches Vermächtnis

Bundeskanzler Kohl ist gestorben – und wird gefeiert. In vielerlei Hinsicht vielleicht gar nicht zu Unrecht. In den Mittelpunkt werden dabei seine Verdienste um die deutsche Vereinigung und die Vertiefung des europäischen Einigungsprozesses gestellt. Aus wirtschaftspolitischer Sicht müsste sich indes der Blick auf ein Phänomen lenken, das möglicherweise ein Vermächtnis von Kohl offenbart, das insbesondere eine Erkenntnis auch für die heutige Wirtschaftspolitik bereit hält. Hätte Kohl selbst die Lehre daraus frühzeitig erkannt, wäre er vielleicht nicht von Gerhard Schröder abgelöst worden und, selbst wenn, hätte die Sozialdemokratie möglicherweise einen anderen wirtschaftspolitischen Kurs eingeschlagen und nicht den, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat. Der Beitrag erscheint in Kürze im Abonnement.

“Fast Vollbeschäftigung”, “Produktionskapazitäten überausgelastet”, in Deutschland?

“In Deutschland herrscht fast Vollbeschäftigung”, meint Christoph Heinemann, Moderator des Deutschlandsfunks, an das SPD-Urgestein Rudolf Dreßler gerichtet. Der entgegnet etwas nebulös, dass diese “auf dem Papier de facto nicht besteht”. Das war am Freitag vergangener Woche. Heute meldet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, das vornehmste Beratungsgremium der Bundesregierung, gar: “Die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten waren im Jahr 2016 mit 0,4 % leicht überausgelastet.” Demnach herrschte nicht nur Vollbeschäftigung, sondern es fehlten sogar Arbeitskräfte. Beides kann bei einer Arbeitslosenquote von rund sechs Prozent und einer Unterbeschäftigungsquote, die noch weit darüber liegt, nicht stimmen. Jene Falschmeldungen, neudeutsch fake news, können schwere Konsequenzen haben, vor allem für die Arbeitslosen, aber auch für das politische System.

Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017

Heute hat das Statistische Bundesamt die aktuellsten Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 veröffentlicht. Wir berechnen jedes Quartal, erstens, ob das Wirtschaftswachstum angemessen war, um die Arbeitslosigkeit zu senken und die Arbeitslosenquote in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Wir beantworten, zweitens, die Frage, ob die Lohnentwicklung den Verteilungsspielraum ausgeschöpft hat. Auf Basis der Jahresdaten wiederum berechnen wir, drittens, wie hoch das Wirtschaftswachstum sein müsste, um die Arbeitslosenquote in einem bestimmten Zeitraum in Richtung Vollbeschäftigung zu bewegen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist auch aktuell immer noch weit von Vollbeschäftigung entfernt. Claus Köhler, renommierter Ökonom, ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, sieht Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von drei Prozent gegeben (1). Der Sachverständigenrat hat einen Vollbeschäftigungswert bei einer Arbeitslosenquote “von rund 4 v.H.” festgelegt (2). 2016 lag die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent. Sie ist gegenüber Vorjahr lediglich um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Mehr waren es auch nicht im Jahresvergleich 2015/2014. Noch weiter von Vollbeschäftigung entfernt ist der Arbeitsmarkt, wenn man die weiter gefasste Unterbeschäftigungsquote heranzieht. Sie lag im Januar 2017 bei 8,3 Prozent (Dezember 2016: 7,9%; November 2016: 7,8%; vorläufige Werte der Bundesagentur für Arbeit, Stand: 23.02.2017). Diese Zahlen haben nicht allein eine ökonomische Dimension, sondern auch eine politische. Eine hohe Arbeitslosigkeit hat in der Geschichte radikale Parteien gestärkt und ihnen zu Wahlsiegen verholfen (1). Das ist auch in der Gegenwart der Fall. Grund genug für Politiker aller Parteien, sich Gedanken zu machen, wie die auch in Deutschland hohe Arbeitslosigkeit weiter gesenkt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es bestimmte Zusammenhänge zu berücksichtigen…Bruttoinlandsprodukt 2016: Was wichtig ist für 2017 (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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USA, EU, Deutschland: Was ist dran an Trumps Vorwürfen?

Der Niveauunterschied zwischen zwei ehemaligen Journalisten der “Financial Times Deutschland”, die leider nur für wenige Jahre den deutschen Zeitungsmarkt mit einem frischen Blick auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und der Welt bereicherte, könnte größer nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass der eine, Wolfgang Münchau, seinen Blick seit vielen Jahren in der weltoffenen englischen Financial Times schärft, während der andere, Thomas Fricke, sich mittlerweile als Unterhaltungskünstler bei Spiegel online versucht.

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EZB: Wie sind die jüngsten Entscheidungen zu bewerten?

Am 8. Dezember hat sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zu den jüngsten geldpolitischen Entscheidungen und zum geld- und wirtschaftspolitischen Umfeld geäußert. Um die Entscheidungen der EZB und Draghis Aussagen sachlich zu bewerten, bedarf es einer zusammenhängenden Analyse von Leitzins, Liquiditätsversorgung, Kreditwachstum, Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt…EZB: Wie sind die jüngsten Entscheidungen zu bewerten? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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