WuG unterwegs: Das Neueste
WuG - 05-03-2015-2b

Noch einmal guten Morgen aus Salamanca. Um den Monatsübergang von WuG sicher bewältigen zu können, und um die heute Vormittag um 10 Uhr von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten neuesten Arbeitsmarktdaten sogleich in unsere monatliche Konjunktureinschätzung für Deutschland auf Basis der vom Ökonomen und ehemaligen Sachverständigenratsmitglied Claus Köhler entwickelten Spannungszahl umzusetzen, habe ich mir soeben ein Hostel-Zimmer mit – wie es aussieht – sehr guter Internet-Verbindung für 33 Euro geleistet. Das eigentlich erstaunliche daran: Hilka, meine vierbeinige Kollegin, wurde zugelassen. Das zeigt, wie touristisch Salamanca ist. Erstens ist die Qualität des Zimmers für den Preis sehr gut, der Wettbewerbsdruck der Hostels und Hotels hier dürfte – allein an ihrer Anzahl gemessen – immens hoch sein. Zweitens können sich die Hostels dann wohl doch nicht länger anreisenden Gästen mit Hunden gegenüber sperren. Tourismus kann also durchaus zur Öffnung eines Landes – in diesem Fall zu mehr Toleranz gegenüber Hunden – beitragen, und auch der Wettbewerbsdruck hat in diesem Fall seine positive Seite gezeigt.

Vor dem Haus einer Gastfreundschaft in Valladolid. Das Mädchen ist die Tochter des Mannes, der mich freundlicherweise von Burgos nach Valladolid mitnahm. Da sich die Tochter so sehr einen Hund wünscht, sind wir alle gemeinsam zu meiner Übernachtungsmöglichkeit spaziert, und sie hat natürlich Hilka an der Leine geführt, was ihr sichtlich Vergnügen bereitet hat. Zur Vergrößerung auf Bild klicken.

In Spanien mit Hund unterwegs zu sein bleibt allerdings – sofern auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen – die absolute Katastrophe. Das kann man einfach nicht anders sagen. Denn sie sind überall und generell verboten. Die SpanierInnen selbst aber sind in ihrer Mehrzahl geradezu verliebt in die Vierbeiner. Das ist ja das Verrückte! Was wieder einmal zeigt, dass das Leben voller Widersprüche ist, nicht zuletzt aufgrund bestimmter Gesetze, die sich nicht mit den gesellschaftlichen Verhältnissen weiter entwickeln. Insofern bin ich ganz froh, morgen – so die AutofahrerInnen gestatten – Spanien zunächst einmal Richtung Portugal verlassen zu dürfen. Dort – so habe ich bereits recherchiert – sind Hunde in Zügen erlaubt.

Später dann geht es jedoch wieder zurück nach Spanien, erstens, um den Süden Spaniens weiter zu erschließen. Meine ursprüngliche Reiseroute sollte mich von Portugal zurück über Madrid nach Barcelona führen. Da ich aber während der Tour immer wieder von verschiedenen Seiten darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Situation im Süden Spaniens (noch) sehr viel dramatischer sei, als im Norden und der Mitte Spaniens, habe ich mich – trotz der benannten wirklich schweren Reisewidrigkeiten in Spanien – entschlossen, die Route doch weiter nach Süden, sogar wohl bis hinunter nach Cadiz auszudehnen, um von dort aus wieder Richtung Norden, nach Madrid und dann nach Barcelona zu reisen.

Denn, zweitens, möchte ich von dort aus ein Boot nach Italien nehmen. Das ist nach Auskunft zweier Spanierinnen, die dies bereits unternommen haben, und laut eigener Recherche möglich, noch dazu zu einem sehr günstigen Preis. Sollte dies wider Erwarten nicht möglich sein, muss ich weiter den Landweg gen Norden suchen und über Frankreich nach Italien einreisen. Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg.

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