Skizzen: Ukraine-Krieg – “Der Spiegel” verbreitet Behauptungen als objektive Meldung

Putin soll angeblich gedroht haben, in Riga und Warschau einzumaschieren. “Der Spiegel” verkauft das in seiner Schlagzeile als Nachricht und bezieht sich auf einen Beitrag in der “Süddeutschen Zeitung”. Wie man es seriös macht, beweist in diesem Fall einmal die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): “Putin drohte angeblich mit Einmarsch in Riga und Warschau.” Denn derjenige, der diese angebliche Aussage in die Welt setzte, war kein geringerer als der ukrainische Präsident Poroschenko, selbst Kriegs-Partei also.

Präsidentin der US-Notenbank: Alles dreht sich um nachhaltige Verbesserung am Arbeitsmarkt

Man kann es nicht häufig genug thematisieren – gerade in Deutschland und Europa: Die amerikanische Notenbank (Fed) richtet ihr Handeln zuvorderst auf eine nachhaltige Verbesserung am Arbeitsmarkt aus. Sie thematisiert dabei zwar auch strukturelle Ursachen, wie zum Beispiel die demographische Entwicklung. Indem sie jedoch auf die konjunkturellen Ursachen abstellt, hebt sie die Arbeitsmarktpolitik in ihre konjunktur- und geldpolitische Verantwortungssphäre. Mit diesem Verständnis und Selbstverständnis unterscheidet sich die Fed grundsätzlich von der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Betrachtung und Analyse des Arbeitsmarkts triumphiert zugleich haushoch über die schablonenartige, wenig bis gar nicht problemorientierte monatliche Arbeitsmarkt- und Konjunkturberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Dass die Fed dabei zu keinem Zeitpunkt die Geldwertstabilität aus den Augen verliert, darüber lässt sie keinen Zweifel. Marktradikale “Strukurreformen”, wie sie sich deutsche Notenbanker und auch der europäische Notenbankpräsident Mario Draghi zu eigen machen, sind für die Fed überhaupt nicht Gegenstand ihrer Politik. All das hat die amerikanischen Notenbank-Präsidentin Janet L. Yellen in ihrem Pressestatement und der anschließenden Beantwortung der Fragen von Journalisten gestern ein weiteres Mal deutlich gemacht. Die Berichterstattung in den deutschen Wirtschaftsnachrichten über die Sitzungen und die Pressekonferenz der US-Notenbank wird der Aussagekraft der US-Notenbanksitzungen und der Pressekonferenz der US-Notenbankpräsidentin in keinster Weise gerecht. Hier steht “die Beruhigung der Märkte”, der Blickwinkel der Börse im Vordergrund, nicht die gesamtwirtschaftliche Analyse und Ausrichtung der US-Notenbank auf den amerikanischen Arbeitsmarkt. Ganz zu schweigen davon, dass von der schallenden Ohrfeige, die Yellen indirekt in Richtung Europa verteilte, in der deutschen Wirtschaftspresse nichts zu lesen ist…Präsidentin der US-Notenbank: Alles dreht sich um nachhaltige Verbesserung am Arbeitsmarkt (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Journalismus: Finkenzeller und Fleischhauer zeigen beispielhaft, wie katastrophal es um den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland bestellt ist

Sie ist preisgekrönte Wirtschaftsjournalistin, er soll laut wikipedia tatsächlich für den “Spiegel” gelegentlich das Wirtschaftsressort stellvertretend leiten. Sie schreibt für “Die Zeit” über Frankreich, er für den “Spiegel”. Karin Finkenzeller und Jan Fleischhauer zeigen dabei beispielhaft, wie katastrophal es um den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland bestellt ist.

Eurokrise/Konjunktur/Arbeitskosten/Verteilungsspielraum: Eurostat fehlinterpretiert “Arbeitskosten” – Ausschöpfung des Verteilungsspielraums zeigt, warum es nicht aufwärts geht und Deflation droht

Heute hat das europäische Amt für Statistik, Eurostat, die Entwicklung der so genannten Arbeitskosten für das zweite Quartal bekannt gegeben. “Jährliches Wachstum der Arbeitskosten sowohl im Euroraum als auch in der EU28 auf 1,2% gestiegen”, hat Eurostat seine Pressemitteilung überschrieben. Darin steckt schon der erste Fehler. Denn ob die Arbeitskosten steigen oder fallen hängt nicht allein an den “Arbeitskosten”, wie sie Eurostat selbst definiert: “Der Arbeitskostenindex ist ein Konjunkturindikator, der die Entwicklung der Arbeitskosten pro Stunde, welche den Arbeitgebern für die Beschäftigung der Arbeitnehmer entstehen, abbildet.” Der zweite Fehler ergibt sich aus dieser Fehlinterpretation: Sie verstellt den Blick auf eine zentrale Größe, die erklären hilft, warum es in der Europäischen Währungsunion (EWU) nicht aufwärts geht und Deflation droht…Eurokrise/Konjunktur/Arbeitskosten/Verteilungsspielraum: Eurostat fehlinterpretiert “Arbeitskosten” – Ausschöpfung des Verteilungsspielraums zeigt, warum es nicht aufwärts geht und Deflation droht (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Konjunktur/Deutschland/Gastgewerbeumsatz: Kein WM-Bonus – kein Anzeichen für konsumfreudige Verbraucher

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die neuesten Umsatzzahlen für das Gastgewerbe präsentiert. Die von Politikern und Journalisten gern bemühte “Konsumfreude” bestätigt sich ein weiteres Mal nicht. Das zeigt nicht nur der Vorjahresvergleich…Konjunktur/Deutschland/Gastgewerbeumsatz: Kein WM-Bonus – kein Anzeichen für konsumfreudige Verbraucher (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Skizzen: FAZ-Entlassungen – werden jetzt FAZ-Wirtschaftsredakteure ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen leben dürfen?

Vielleicht wäre das der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) mit einer niveauvollen Wirtschaftsredaktion nicht passiert: “Personalabbau – FAZ streicht bis zu 200 Stellen”, titelt heute früh Handelsblatt online. Und: “Offenbar werden etwa ein Fünftel der zu streichenden Arbeitsplätze in der Redaktion wegfallen.” Hoffentlich nur spart die FAZ jetzt nicht beim hochwertigen Feuilleton, sondern dort, wo der Wurm drin sitzt: In der einseitigen und flachen Wirtschaftsberichterstattung. In der Politik-Redaktion sieht es nicht besser aus. Über eine Million Euro Verlust 2013 nach über vier Millionen Euro 2012. Da muss – da werden mir sicherlich ausnahmslos, ausnahmslos (!) alle Wirtschaftsredakteure der FAZ zustimmen – der Markt ran. Jetzt nur nicht zum Betriebsrat. Den braucht der Markt nicht. “Endlich, endlich”, wird der ein oder andere FAZ-Wirtschaftsredakteur jetzt jubeln, “endlich darf ich nach meiner wirtschaftspolitischen Facon leben!” Wahrscheinlich knallen in der Wirtschaftsredaktion angesichts solch paradiesischer Verhältnisse schon die Champagner-Korken.

Skizzen: IS-Enthauptung “menschenverachtend”, “barbarisch”, “feiger Mord”, “Akt des reinen Bösen”… alles richtig – aber was sind Drohnenangriffe, Bombardierungen, Waffenexporte und Geo-Politik mit militärischen Mitteln?

Was maßt sich der “Westen” nur an, namentlich PolitikerInnen, die in den vergangenen Jahren Verantwortung für unzählige tote Zivilisten in Afghanistan, im Irak, in Pakistan und anderswo tragen, die Deutschland zum drittgrößten Waffenexporteur haben werden lassen, die regungslos die katastrophalen Folgen ihrer Politik in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich in Kauf nehmen, die in Syrien und in der Ukraine einseitig Partei ergreifen und im Fall Russlands alte Feindbilder wieder auferstehen lassen? Sie sollen urteilen, auch verurteilen, gerade auch die unvorstellbaren Grausamkeiten des so genannten Islamischen Staates (IS). Aber sie sollten dies nur tun, wenn sie gleichzeitig mit sich selbst ins Gericht gehen, mit ihrer Schuld am Entstehen dieser Mörderbande, am Staatszerfall im Irak und anderswo, mit ihrer Aufrüstung und Stützung menschenfeindlicher Diktaturen wie Saudi Arabien und Katar, mit ihrer Überheblichkeit gegenüber anderen Kulturen und ihrer unerträglichen Kultur mit zweierlei Maß zu messen. Das gilt auch für den UN-Sicherheitsrat. Sind durch Drohnen, Bombardierungen, Waffenexporte und Geo-Politik mit militärischen Mitteln massakrierte Menschen etwa nicht barbarisch, menschenverachtend und feige dahin gemordet? Zu tausenden! Sie sind es genauso sehr wie die IS-Morde, die vom “Westen” jetzt zurecht – aber leider auch allzu selbstgerecht – als barbarisch, menschenverachtend und feige verurteilt werden. Schlimm auch die etablierten, Ton angebenden Medien, die dieses Handeln nicht nur nicht hinterfragen, sondern selbst Täter sind.