WuG unterwegs: Tag 4 – 23. März 2015 – Großentaft

Am Abend des 22. noch mit dem Sohn in der Kneipe im Dorf gespeist. Ich kannte sie noch von einem früheren Besuch. Sie hat eine vortreffliche Küche, ist aber auch nicht billig. An diesem Abend kann ich getrost sagen, dass ich über meine Verhältnisse gelebt habe. Das allerdings ist bei meinem Budget auch nicht schwierig. Jedenfalls habe ich ein schmackhaftes Steak genossen und dazu in guter Gesellschaft zwei Glas Rotwein getrunken. Rund 20 Euro. Drei anstrengende Tage liegen hinter mir und noch viele weitere vor mir. Und doch belastet mich die finanzielle Not mehr, als alle körperliche Anstrengung. Wirkliche Freiheit ohne Geld gibt es in diesem System nicht. Auch wenn man ein materiell noch so bescheidenes Leben führt. Morgens früh bin ich bereits wieder um sechs Uhr auf den Beinen. Ich möchte ja pünktlich sein…WuG unterwegs: Tag 4 – 23. März 2015 – Großentaft (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst: Walter-Borjans missversteht seine tarifpolitische Verantwortung

Der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans (SPD), hat die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst als “vertretbar” bezeichnet. Zu diesem Ergebnis sind auch wir in einer Analyse am heutigen Vormittag gelangt. Allerdings auf einer völlig anderen Grundlage. Walter-Borjans Begründung zeigt, dass er seine tarifpolitische Verantwortung gründlich missversteht. 

WuG unterwegs: Tag 3 – 22. März 2015 – Leipzig – Großentaft

… Diese Hoffnung aber wird – zunächst zumindest – nicht erfüllt. Stundenlang laufe ich und registriere: Leipzig ist weitläufig, sehr weitläufig. Nachdem ich das Gewerbegebiet hinter mir gelassen habe, führt die Bundesstraße durch ländliches Terrain und dann, nach einer ganzen Weile, durch eine Plattenbau-Siedlung. Irgendwann erreiche ich schließlich den Ort Markranstädt. Welch ein Komfort, durch eine Straße zu laufen, die von Häusern mit menschlicher Atmosphäre gerahmt ist, vorwiegend Einzelhäuser und Altbauten…WuG unterwegs: Tag 3 – 22. März 2015 – Leipzig – Großentaft (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Tarifeinigung der Länder: Ein angemessener Tarifabschluss – aber kein Wegweiser aus der Eurokrise

Die Tarifeinigung der Länder für die 800.000 Angestellten ist nach unseren Berechnungen angemessen – aber kein Wegweiser aus der Eurokrise…Tarifeinigung der Länder: Ein angemessener Tarifabschluss – aber kein Wegweiser aus der Eurokrise (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Griechenland: Spiegel strickt mit an der Dolchstoßlegende gegen die Regierung Tsipras

Griechenlands Finanzen: Reformblockade reißt neues Milliardenloch in den Haushalt“, titelt Spiegel online heute. Damit reiht sich das Boulevard-Magazin – ein Nachrichten-Magazin kann man den Spiegel und seine Online-Ausgabe seit langem nur noch sehr bedingt nennen – nahtlos ein in den Stoff, aus dem die neue Dolchstoßlegende für Griechenland gestrickt ist (siehe dazu bereits hier und hier). Angehängt werden soll die miserable Verfassung des Staatshaushalts nicht etwa den “Reformen”, der Austeritätspolitik (Senkung der Staatsausgaben, Lohnkürzungen, Abbau von Arbeitnehmerrechten) also, und den für sie verantwortlichen PolitikerInnen, sondern, suggeriert der Spiegel mit seiner Überschrift, umgekehrt: die Weigerung der Regierung Tsipras, jene “Reformen” einfach so fortzusetzen, wie es die Vorgänger-Regierungen auf Geheiß der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) taten, wäre verantwortlich für neue Haushaltslöcher.

WuG unterwegs: Tag 2 – 21. März 2015 – Torgau – Leipzig (Teil 3 und Schluss)

… Ich orientiere mich an der Bundesstraße 87 nach Weißenfels. Das liegt auf meiner Route. Die Richtung ist gut ausgeschildert. Hin und wieder muss ich dennoch fragen. Weit erstreckt sich die Stadt nach Süd-West. Als ich eine junge Frau zur Sicherheit nach dem Weg frage, ist auch sie unsicher. Warum ich nicht lieber geradeaus laufe, dort gäbe es gerade jede Menge Stände mit leckeren Sachen zu essen. Und in der Tat klingt das verlockend. Die Straße, in die sie weist, ist zu beiden Seiten mit alten Häusern bebaut. Wahrscheinlich ist dort ein Straßenfest oder etwas ähnliches. Aber danach steht mir gerade nicht der Sinn. Bereitet es mir doch schon Sorgen, wo ich einen Platz zum Schlafen finde. Wobei ich mich bereits für das Zelt entschlossen habe. Alles andere ist wohl auch aussichtslos. Gewiss, ich passiere ein, zwei Pensionen. Aber ich habe kein Geld. An sich müsste ich die Tour ganz ohne Geld bestreiten. So wie einst Michael Holzach in “Deutschland umsonst”. Aber zum einen ist meine Tour wesentlich länger als seine es war, zum anderen möchte ich auch noch in einigen Wochen zivilisiert aussehen, um möglichst leicht mit den Menschen ins Gespräch kommen zu können. Auch wäre das Trampen wohl unmöglich, wenn ich nach wenigen Tagen bereits aussähe und röche, als wäre die Straße mein tatsächliches Zuhause, wenn sie es für diese Tour auch wirklich ist. Ich werde einen Mittelweg finden müssen, um mein Minus auf dem Konto, das noch aus dem vergangenen Jahr resultiert, nicht weiter zu vergrößern. Ich wandere nicht „umsonst“, ich reise „im Minus“. Die AbonnenInnen-Zahlen haben bisher nicht gereicht, mich aus dem Minus herauszuholen. Die AbonnentInnenschaft ist exquisit und zugleich breit aufgestellt. Sie reicht vom Landtags- und Bundestagsabgeordneten über ProfessorInnen und Studienräte, Studierende bis hin zu einer Leserschaft, die auch ohne berufliche Beziehung zu den Inhalten daran interessiert ist, über den Tellerrand der täglichen Berichterstattung in den einschlägigen Medien hinauszugucken. Lediglich mit der Quantität hapert es noch. Für solche Gedankengänge ist reichlich Zeit beim Gehen. Sie beschäftigen mich aus der Not heraus naturgemäß immer wieder. Jetzt führt der Weg bereits an Schrebergärten entlang. Langsam lasse ich die Stadt Leipzig hinter mir. Langsam. Aber die Zeit bleibt auch nicht stehen. Schon beginnt es zu dunkeln, und immer noch sehe ich keine Möglichkeit, wo ich mein Zelt aufschlagen könnte. Jetzt bin ich inmitten eines Gewerbegebietes, da werde ich auf der anderen Straßenseite drei Holzhütten gewahr. Auf der mittleren ist ein Schild montiert, auf dem Imbiss steht. Alle drei Buden wirken verlassen. Vielleicht werden sie erst wieder in Betrieb genommen, wenn es wärmer wird, oder aber sie sind Pleite gegangen. Vor den Hütten steht eine Kiefer. Sie wirkt, als wäre sie beim Roden vergessen worden. Darunter, ich traue meinen Augen nicht, ein gutes Stück Rasen. Das könnte eine passende Stelle sein, denke ich und wechsle die Straßenseite…WuG unterwegs: Tag 2 – 21. März 2015 – Torgau – Leipzig (Teil 3 und Schluss) (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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