Gegen die Lagerbildung in der Ökonomie

Die “Allgemeine Theorie” von Keynes jährt sich im Februar zum 80. Mal. In der angelsächsischen Welt wenigstens wird dies zum Anlass genommen, die Bedeutung von Keynes und seinen theoretischen Überlegungen ein weiteres Mal zu diskutieren. So machte der Harvard-Ökonom Simon Wren-Lewis jüngst auf einen Text von sich aufmerksam. Er ist, gemeinsam mit anderen Beiträgen in der Januar-Ausgabe der “Review of Keynesian Economics” erschienen. Mich brachte gerade das Papier von Wren-Lewis dazu, erneut über die Lagerbildung in der Ökonomie nachzudenken. Sie ist in meinen Augen in Deutschland besonders ausgeprägt. Ich halte das nicht für sehr dienlich. Einer sachlichen und unvoreingenommenen Analyse steht die Lagerbildung in der Ökonomie allzu häufig im Weg.

Energiewende aber richtig, Elektro-Mobilität: Kaufprämie ja – aber nur mit industriepolitischer Vorgabe

Energiewende - aber richtig

Die Kaufprämie zur Förderung von Elektro-Autos konkretisiert sich und scheint immer näher zu rücken. Käufer von Elektro-Autos sollen mit einer Prämie dafür belohnt werden, dass sie von den herkömmlichen Antriebstechnologien Abstand nehmen. SPD und Grüne fordern eine Kaufprämie von 5.000 Euro, geht aus einem Bericht in Spiegel online vom 2. Februar hervor. Während die Bundesregierung – allen voran der Bundesfinanzminister – die Auswirkungen einer Kaufprämie auf den Bundeshaushalt ängstigt, das Umweltministerium dagegen schon über Produktions-Quoten nachdenkt, mit denen sie die Automobilindustrie zur verstärkten Produktion von Elektro-Autos antreiben will, warnen Verbraucherverbände und die noch jedes Mal inflationär zu Energie-Themen interviewte Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung lapidar vor einer Kaufprämie bei Fehlen einer gesamten Ausrichtung der Mobilität auf Nachhaltigkeit. Wer hätte das gedacht! Ein gewichtigeres Argument gegen eine Förderung hat demgegenüber jüngst der Handelsblatt-Journalist Norbert Häring ausführlich diskutiert: “Bei der Produktion des nötigen Stroms entstehen je nach Energiequelle zum Teil beträchtliche Emissionen.” Härings Sorge: “Nur die Autoindustrie wird auf jeden Fall profitieren.” Eine nahe liegende Option wird bisher dagegen gar nicht diskutiert. Sie hätte aber bereits bei der berühmten Abwrackprämie greifen sollen, kann die vorgetragenen Sorgen meines Erachtens entkräften und eine nachholende Entwicklung der Elektro-Mobilität in Deutschland gegenüber anderen Ländern, in denen die Elektro-Mobilität bereits wesentlich weiter vorangeschritten ist, beschleunigen.

Konjunktur, Europäische Währungsunion: Die Spannungszahl Dezember 2015 und unsere Konjunktureinschätzung

English Summary: On the 2nd February 2016 the statistical office of the European Union, Eurostat, has published the unemployment figures for December 2015. WuG regularly analyses the business cycle on the basis of the monthly data of the labour market. Out of this we calculate the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts. The result needs then careful interpretation and allows a very early and reliable estimation of the business cycle. So far this analysis is only published in German language under subscription.

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Vorschau: Konjunktur in der Europäischen Währungsunion

In Kürze erscheint unsere Analyse zur Konjunktur in der Europäischen Währungsunion (EWU) auf Basis der neuesten Arbeitsmarktzahlen und der daraus von uns nach der Methode des Ökonomen und ehemaligen Mitglieds des Sachverständigenrats, Claus Köhler, berechneten Spannungszahl.

WuG unterwegs: Tag 58, 18. Mai 2015 – Von Beja nach Serpa

WuG - 05-03-2015-2b

English Summary: From the 20th of March until the 9th July 2015 my Labrador and I were together on the road to and through southern Europe, walking, hitchhiking and by train (see also here). The experiences we made are being published as travel stories, under subscription and so far only in German language.

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Ernährung und Gesellschaft: Ein ordentliches Steak – gegen Ernährungs-Dogmatismus, -Moden und -Intoleranzen

Steak verkleinert - 05-02-2016

Meine Güte, was gibt es nicht alles für Dogmen und Moden in der Ernährung. Das ist ja schlimmer geworden, als in der Politik, der Wissenschaft oder auf dem guten alten Laufsteg. Und dann die berühmt und berüchtigt gewordenen Intoleranzen: Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz…Mein Gott, sind wir alle intolerant! Warum nur habe ich keine Allergien, keine Intoleranzen, und fühle mich, zumindest gesundheitlich, pudelwohl? Weil ich von alldem nichts weiß, oder weil ich von alldem nichts wissen möchte? Für mich steht außer Frage, dass es Menschen gibt, die aus gesundheitlichen Gründen unglücklicherweise wirklich nicht alles essen dürfen. Aber wie konnte das zu einem Massenphänomen werden? Daran glaube ich genauso wenig wie daran, dass jedes Kind mit Bewegungsdrang ADHS hat! Das größte, viel näher liegende und offensichtlichere Problem ist doch, dass sich die meisten von uns nicht genug bewegen. Und wieviele all der “Intoleranten” sind in Wirklichkeit eingebildete Kranke, im molièrschen Sinne? Eine Ärztin riet jüngst einer Mutter, die ich persönlich kenne, ihrem sechsjährigen Kind keine Milchprodukte mehr zu geben, weil es Bauchschmerzen und Blähungen hatte. Vermutung: Lactose-Intoleranz. Keine Stuhlprobe, nichts. Das ist kein Rat, basierend auf einer Diagnose. Das ist geraten! Wie aber sollte man diesen Dogmen und Moden am besten entsagen? Heute Abend half mir ein ordentliches Steak, meine Gedanken zu diesem Thema zu ordnen. Und seien Sie versichert, ich esse fast gar kein Fleisch. Aber nicht aus irgendeiner Mode heraus, auch nicht aus einem übereifrigem Tierschutzbedürfnis, mit dem sich andere hervorzutun suchen und sich dabei nicht selten genauso lächerlich machen wie der sich in seiner Rolle gefallende Umweltschützer, der auch für kurze Strecken gern ins Auto und ins Flugzeug steigt…Ernährung und Gesellschaft: Ein ordentliches Steak – gegen Ernährungs-Dogmatismus, -Moden und -Intoleranzen (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Steak verkleinert - 05-02-2016

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Individuelle Aufträge an Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung (WuG)

Gerade gestern war es wieder der Fall: Ein Beratungs-Unternehmen fragte an, ob ich zu einem bestimmten Projekt eine Analyse anfertigen könne. Soweit es die intensive ökonomische und journalistische Arbeit für WuG erlaubt, nehme ich individuelle Aufträge sehr gern an. Deren Bezahlung hilft schließlich, meinen Lebensunterhalt zu finanzieren und dieses Medium voranzubringen. In diesem Fall konnte ich den Auftrag annehmen und habe ihn bereits zur großen Zufriedenheit der Auftraggeber abgeschlossen. Wenn Sie also Inhalte haben, die Sie von mir bearbeitet wissen möchten, fragen Sie gern per E-Mail bei mir an.