Verantwortliche für ökonomisches Desaster in der Europäischen Währungsunion verfehlen erneut selbst ihr ureigenstes Ziel – Eine Ursachenanalyse

Zufall oder Methode? In seinen 15 Uhr Nachrichten meldete der Deutschlandfunk: “Schuldenberg in Europa auf neuem Rekordstand”. In seinen 16 Uhr Nachrichten war dies dem öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender mit der deutschlandweit größten Reichweite schon keine Meldung mehr wert. Vielleicht ja, weil das, was auch nach dem herrschenden Tenor der Politik- und Wirtschaftsredaktion des Deutschlandfunks nicht sein kann, auch nicht sein darf: Die “Politik der schwäbischen Hausfrau” – der Versuch, vor allem durch Ausgabenkürzungen den Staatshaushalt zu sanieren – verfehlt erneut ihr ureigenstes Ziel, die Staatsverschuldung abzubauen, genauer die Verschuldungsquote. Die Verschuldungsquote misst den öffentlichen Schuldenstand im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, dem Bruttoinlandsprodukt. Sie darf, das ist das Nonplusultra insbesonderer deutscher Haushaltspolitiker und Bundesbanker, aber auch der Europäischen Kommission, insgesamt nicht mehr als 60 Prozent betragen. Die erneute Verschlechterung der Verschuldungsquote ist nicht losgelöst von der Politik zu begreifen, mit der Deutschland, die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) nun schon seit vielen Jahren vergeblich versuchen, die Europäische Währungsunion (EWU) zu “retten”. Das zeigt eine Analyse der hinter diesem als zentral angesehenen Indikator stehenden Daten. Es ist bedauerlich, dass das europäische Amt für Statistik, Eurostat, das diesen Indikator regelmäßig veröffentlicht, diese Analyse nicht mitliefert. Sie würde möglicherweise eine kritische Diskussion über die vorherrschende Lehre und Politik beleben, den davon betroffenen Menschen viel Leid ersparen und darüber nicht zuletzt den Euro tatsächlich helfen zu retten…Verantwortliche für ökonomisches Desaster in der Europäischen Währungsunion verfehlen erneut selbst ihr ureigenstes Ziel – Eine Ursachenanalyse (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Ukraine/MH 17/Ukraine/Spiegel-Kolumnist: Münchau ist die Elite, von der Gefahr ausgeht – er merkt es bloß nicht

Der deutsche Journalismus ist bei der Berichterstattung über die Ukraine-Krise schon lange vor der MH 17 abgestürzt. Er hat sich allerdings selbst abgeschossen. Nichts deutet darauf hin, dass sich dies auf absehbare Zeit ändern wird. Im Gegenteil. Es wird immer schlimmer, wie Wolfgang Münchau mit seiner jüngsten Kolumne zum Thema belegt. Der ehemalige Mitbegründer der deutschen Financial Times und heutige Spiegel-Kolumnist liegt dabei nicht das erste Mal auf ganz primitive Art daneben (siehe Münchau zum Mindestlohn hier).

Konjunktur/Deutschland: Erzeugerpreise weisen weiter in Richtung Deflation

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die jüngste Entwicklung der Erzeugerpreise bekannt gegeben. Sie weisen weiter in Richtung Deflation.

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Die jährliche Veränderung der Erzeugerpreise ist nun bereits den elften Monat in Folge negativ. Warum die Entwicklung der Erzeugerpreise ein wichtiger Frühindikator auch für die Verbraucherpreisentwicklung ist, haben wir hier ausführlicher untersucht: Konjunktur/Deutschland: Weisen die Erzeugerpreise in Richtung Deflation?

Bundesbank-Chefökonom sieht Spielraum für höhere Lohnabschlüsse – seine Argumentation zeigt jedoch, wo die wahre Gefahr für die Preisstabilität lauert

“Inflation: Bundesbank plädiert für deutliches Lohnplus”, titelt Spiegel online heute. Der Zusammenfassung von Spiegel online nach zu urteilen – der vollständige Text ist in der Druckausgabe erschienen -, ist dies jedoch gar nicht der Fall. Demnach sieht die Bundesbank lediglich “Spielraum für höhere Lohnabschlüsse”. Da die Lohnabschlüsse in der Vergangenheit aber keineswegs üppig ausfielen, kann man aus der Aussage der Bundesbank auch nicht ableiten, dass die Bundesbank für ein “deutliches Lohnplus” plädiert. Es kommt jedoch noch eine Aussage hinzu, die die Argumentation der Bundesbank fragwürdig erscheinen lässt.

Ukraine/Flugzeugkatastrophe: Politik und Medien – Reflex statt Reflexion

Wenn man den einschlägigen Medien und den in ihnen zu Wort kommenden JournalistInnen und PolitikerInnen folgt, kommt man bei der Berichterstattung über die jüngsten Ereignisse in der Ukraine nicht umhin, sofern man nicht selbst bereits in den Kriegsmodus umgeschaltet und Partei ergriffen hat, zu attestieren: Der Reflex hat wieder einmal den Sieg über die Reflexion davon getragen. Wieder einmal deswegen, weil dieses Phänomen kennzeichnend ist, seitdem der Konflikt um die Ukraine offen ausgebrochen ist. Also seit Monaten schon. Wie ist diese Entwicklung zu fassen und einzuordnen?..Ukraine/Flugzeugkatastrophe: Politik und Medien – Reflex statt Reflexion (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Schäuble/Deutschlandfunk: Der Deflationsminister hat wieder zugeschlagen

Ich habe Schäuble gerade heute früh als Extremisten bezeichnet. Regelmäßig hinterfragen wir in Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung seine Aussagen, weil er als Bundesfinanzminister für die ökonomischen Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland und Europa eine maßgebliche Verantwortung trägt. Heute früh hat er wieder einmal dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben und sich über Frankreich ausgelassen. Bereits seine einleitende Bewertung der Flugzeugkatastrophe in der Ukraine entlarvt ihn dabei ein weiteres Mal als einen unreflektierten und selbstgerechten Politiker. Leider erweist sich auch der Journalismus im Deutschlandfunk erneut als Teil des Problems: kritische Fragen, Fehlanzeige...Schäuble/Deutschlandfunk: Der Deflationsminister hat wieder zugeschlagen (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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BRICS/New Development Bank (NDB): Warum die Gründung einer neuen Entwicklungsbank nicht zu überschätzen ist

Die so genannten BRICS-Staaten – BRICS steht für Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika – haben gemeinsam eine neue Entwicklungsbank, die New Development Bank (NDB), gegründet. Es gibt einen zentralen Grund, weswegen die Gründung dieser Bank gar nicht zu überschätzen ist…BRICS/New Development Bank (NDB): Warum die Gründung einer neuen Entwicklungsbank nicht zu überschätzen ist (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)