Eurokrise: “Rettungsprogramme” reißen gewaltiges Loch in die Unternehmensinvestitionen

Heute hat das europäische Amt für Statistik, Eurostat, die jüngsten Daten über die Entwicklung der Unternehmensinvestitionen außerhalb des Finanzsektors in der Europäischen Währungsunion (EWU) und der EU insgesamt veröffentlicht. Am Wochenende erst haben wir Hans Werner Sinn kritisch aufgegriffen, der meint, die Investitionen stünden immer am Anfang, Arbeitsplätze und Löhne würden folgen. Ohne dass sich die Lohnentwicklung in der EWU aber wieder spürbar fängt, ist kaum eine nachhaltige Erholung der Investitionen zu erwarten, denn die niedrige Kapazitätsauslastung bietet hierzu keinen Anreiz.

Warum die Einteilung in Arbeitgeber- und Arbeitnehmerökonomen sinnvoll erscheint

Man kann sich bei der überaus schlechten Qualität der Wirtschaftsredaktion der FAZ nicht sicher sein, ob der Redakteur Hans Werner Sinn richtig wiedergibt: “Höhere Löhne in Deutschland bezeichnete er (Sinn, T.H.) als durchaus sinnvoll. Sie müssten aber von Investitionen getrieben seien, die Arbeitsplätze schafften und so die Nachfrage nach Arbeit erhöhten.” Wenn Sinn das so gesagt hat, hat er leider einen Grundzug der Volkswirtschaftslehre nicht verstanden oder vergessen zu erwähnen.

Nikolaus Blome/Marion Horn: Sie sind ganz oben im deutschen “Journalismus” – und stehen exemplarisch für dessen Verkommenheit

“Wer hätte das gedacht?”, fragt (freut sich?) der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der “Bild” und heutige Chefredakteur der “Bild am Montag” (Herbert Wehner), auch als “Der Spiegel” bekannt. Den Anlass für seine Frage liefert Nikolaus Blome gleich mit: “Die Mehrheit der Deutschen ist für harte Sanktionen gegen Putin, selbst wenn es richtig Jobs kostet.” Da lässt sich die Chefredakteurin von “Bild am Sonntag”, Marion Horn, nicht lange lumpen und antwortet Blome nur vier Minuten später: “Das ist endlich mal eine gute Nachricht!!! Danke.” Wie gut, dass es twitter gibt. So wird der Eindruck, den der aufmerksame und kritische Leser der Springer- und Spiegel-Presse ohnehin gewinnt, von höchster offizieller Stelle dieser und leider nicht nur dieser Medien-Konzerne bestätigt: die sich höchst einseitig auf Russland einschießende deutsche Presselandschaft. Längst sind diese Schreibtischtäter Teil des Krieges und der ihn bestimmenden Politik, die Putin zweifellos mit zu verantworten hat, aber, wie wir in verschiedenen Beiträgen aufgezeigt haben, der “Westen” nicht minder. Die Parallelen zum Ersten und Zweiten Weltkrieg sind unverkennbar. Und noch eine Parallele ist so bezeichnend wie bedrohlich…Nikolaus Blome/Marion Horn: Sie sind ganz oben im deutschen “Journalismus” – und stehen exemplarisch für dessen Verkommenheit (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Konjunktur/Frankreich/Spannungszahl: Die Spannungszahl Juni und eine Einschätzung der französischen Konjunktur

Heute Abend hat das französische Arbeitsministerium die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juni veröffentlicht. Wie steht es also um die Konjunktur in der nach Deutschland größten Volkswirtschaft in der Europäischen Währungsunion (EWU)?…Konjunktur/Frankreich/Spannungszahl: Die Spannungszahl Juni und eine Einschätzung der französischen Konjunktur (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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DGB-Chef fährt Diskussion um angemessene Lohnentwicklung in die Parade

Wir haben gerade vor einigen Tagen den Widerhall der Aussagen der Bundesbank, sie sehe “Spielraum für höhere Lohnabschlüsse”, auf seinen Gehalt geprüft und als übertrieben eingestuft. Das, was sich jetzt aber der neue DGB-Chef, Reiner Hoffmann, gegenüber dem Handelsblatt in diesem Kontext leistet, ist wohl nur noch als blanke Gewerkschaftsklientel-Politik zu verbuchen. Der Chef des Gewerkschaftsdachverbandes begeht dabei gleich mehrere Denkfehler, die ein weiteres Mal zeigen, dass, erstens, Gewerkschaftsvertreter nicht automatisch gleichzusetzen sind mit ArbeitnehmerInnenvertretern und, zweitens, der ökonomische und soziale Sachverstand im Gewerkschaftslager immer noch nicht auf der Höhe der Zeit ist…DGB-Chef fährt Diskussion um angemessene Lohnentwicklung in die Parade (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)

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Energiewende – aber richtig: Das durchsichtige Ablenkungsmanöver – Energieeffizienz als Pseudo-Energiewende – Von Stephan Grüger

Energiewende - aber richtig

Es gibt Menschen, die sich tatsächlich darüber wundern, dass ein noch vom abgewählten FDP-Wirtschaftsminister Rösler in Auftrag gegebenes Gutachten zum Ergebnis kommt, dass “die Energiewende von der Politik nicht mit dem notwendigen Ehrgeiz betrieben wird” (Fritz Vorholz, Atomausstieg, Deutschland patzt bei der Energiewende, in: Die Zeit vom 14. Juli 2014). Auch die Klage von Energiekommissar Oettinger, es gebe gerade beim Thema Effizienz viele Blockierer, ruft Verwunderung hervor.

Pflichtlektüre: Wer sind die so genannten Separatisten und wie ist die Verbindung zu Russland?

Jens Berger, Journalist, Buchautor und Redakteur bei den NachDenkSeiten, hat einen informativen Beitrag über die so genannten Separatisten in der Ukraine geschrieben. Die so genannten Leitmedien und die Politik sprechen im Rahmen der Ukraine-Krise regelmäßig über sie; wer sich dahinter verbirgt wird allerdings nicht deutlich. Berger hat sich auf Spurensuche begeben. Er ist deswegen heute in unserer Rubrik Pflichtlektüre. Ich habe gerade vorhin in einem Beitrag geschrieben, dass ich die Separatisten kritisch sehe, weil “ich ihre Gewalt ablehne und den Sinn von einzelnen autonomen Gebieten nicht zu erkennen vermag – außer den einen, sich gegen eine von der Zentralregierung ausgehende Bedrohung der Menschen russischer Herkunft zu wehren, zu der auch das Verbot gerechnet werden muss, die russische Sprache zu benutzen, genauso wie diverse verbale Drohungen und Entgleisungen führender Politiker in Kiew gegen diese Bevölkerungsteile im Osten der Ukraine. Auch sehe ich die undurchsichtige Rolle Russlands in diesem Konflikt kritisch.” Berger bringt in seinem Bericht auch Licht in die Verbindungen der Separatisten nach Russland und zu Putin.