Eurokrise, Portugal, Spanien, Griechenland, Süddeutsche Zeitung: Thomas Urban – ein “Journalist”, dem es offensichtlich nur um die Bestätigung der eigenen Ideologie geht

“Das Vertrauen kehrt zurück”, überschreibt Thomas Urban einen Beitrag über die aktuelle Entwicklung in Portugal, der am 26. Mai im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung (Druckausgabe) erschienen ist. Einer unserer Abonnenten machte die Redaktion von WuG auf diesen Beitrag aufmerksam. Wenn Urban von Vertrauen schreibt, meint er allerdings nicht das Vertrauen der Menschen, um die es, sollte man zumindest meinen, demokratisch gesinnten Menschen in erster Linie gehen muss. Urban meint – als hätte es die Finanzkrise nie gegeben – “das Vertrauen der internationalen Finanzmärkte”. Er liegt damit ganz auf Linie der Bundesregierung (siehe zum Beispiel hier). Das heißt aber nicht, dass er damit richtig liegt. Im Gegenteil.

WuG unterwegs: Tag 29, 17. April 2015 – Pau – Bayonne

Ich laufe aus der Stadt hinaus, dorthin, wo ich nach dem Stadtplan die Ausfahrt von Pau nach Bayonne vermute. Ich gelange auch zu einer Straße, die entsprechend ausgeschildert ist. Zu Sicherheit frage ich eine Postbotin, die an mir vorbei radelt, und sie bestätigt es mir. Wir liegen auch beide nicht verkehrt. Und doch belehrt mich wenig später ein freundlicher PKW-Fahrer eines besseren. Er stoppt und bietet mir an, mich zu einer Stelle zu fahren, von wo aus die Straße direkt nach Bayonne führt. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Die Fahrt ist nicht lang. Mit dem Auto. Zu Fuß hätte sie mich vielleicht drei, vier Stunden, vielleicht sogar mehr gekostet. Denn ich hätte die Autostraße nicht entlang laufen können, sondern erst Richtung Innenstadt zurücklaufen und dann wohl einen großen Bogen gehen müssen. Als ich das Gespräch suche, merke ich, dass mein Fahrer nicht so gesprächig ist. So spare ich mir in diesem Fall, ihn nach seiner Auffassung über Europa zu fragen und bin dankbar dafür, dass mir hier ein Franzose erneut einen ganz großen Gefallen erweist, ohne dass es für ihn überhaupt der Rede wert zu sein scheint. Während ich diese Zeilen schreibe, weile ich bereits in Madrid. Es ist der 68. Tag meiner Reise nach und durch Südeuropa, der 26. Mai 2015. Und wie sehr wünschte ich mir, die Rahmenbedingungen zu Reisen wären in Spanien so paradiesisch wie in Frankreich: selten musste ich in Frankreich lange auf eine Mitfahrgelegenheit warten; und wenn es doch einmal nicht geklappt hat, war es ein Leichtes, einen Zug oder Bus zu nehmen – mit Hund. Und auch das Finden von Gastfreundschaften war in der Regel sehr leicht. Wenn es nicht geklappt hat, war es kein Problem ein Hostel oder ein Hotel zu finden, das mich mit Hund genommen hat. In Spanien verhält es sich geradezu umgekehrt: Obwohl die meisten SpanierInnen, denen ich auf der Straße begegne, geradezu verliebt in Hilka sind, und ich den Eindruck habe, dass es in Spanien zumindest nicht weniger HundebesitzerInnen gibt als in Frankreich, habe ich in Spanien schon Tage gestanden, ohne dass ein Auto angehalten hätte; das Schlimmste aber: es gibt keine Alternative mit Hund: In Spanien sind Hunde in Bus und Bahn verboten. Und auch die meisten Hostels und Hotels lehnen Hunde ab. Ich vermute einfach, dass die betreffenden Gesetze in Spanien nicht mit der gesellschaftlichen Entwicklung in Spanien Schritt gehalten haben. Hierzu recherchiere ich noch. Portugal liegt, was das Reisen anbelangt, irgendwo zwischen Frankreich und Spanien. Hier dürfen Hunde wenigstens in Zügen mitgenommen werden, jedoch nicht in Bussen. Und das Bahnnetz Portugals lässt in Richtung Osten stark zu wünschen übrig bzw. existiert es kaum. Doch zu Portugal und Spanien ausführlicher in späteren Teilen der Reiseerzählungen. Jetzt stehe ich erst einmal an der richtigen Ausfahrtstraße von Pau nach Bayonne. Und wieder einmal habe ich Glück. Ich warte nicht lange und werde von einem LKW-Fahrer mitgenommen, der auf direktem Weg nach Bayonne fährt. Hilka thront hinter uns, auf dem Platz, der bei längeren Fahrten dem Fahrer wohl als Schlafstätte dient. Um mir die Landschaft zu zeigen, unternimmt der gute Mann sogar einen größeren Abstecher auf Landstraßen. Und viel zu erzählen weiß er auch. Auch über Europa und seine Sicht auf die herrschenden Verhältnisse. Er ist Mitglied eines kleinen Familienunternehmens, das sich auf den Transport von Paletten spezialisiert hat…WuG unterwegs: Tag 29, 17. April 2015 – Pau – Bayonne (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Regionalwahlen, Spanien: “Ich werde mit meiner Stimme nichts ändern, aber ich gehe zur Wahl”

Alle SpanierInnen, die ich unterwegs gesprochen habe, erwarten sich von den gestern stattgefundenen Regionalwahlen nichts. In 13 der 17 spanischen Regionen sind am Sonntag regionale Parlamente und im ganzen Land neue Stadträte und Gemeindevertretungen gewählt worden. “Ich werde mit meiner Stimme nichts ändern, aber ich gehe zur Wahl.” Diese Stimme eines Spaniers, Mitte dreißig, Vater von Zwillingen, mit seiner Frau und Kinderwagen unterwegs zur Wahlurne im Stadtteil Kansas City, Sevilla, ist natürlich nicht im statistischen Sinne repräsentativ. Und doch trifft sie den Kern der Aussagen, die mir in den vergangenen Wochen auf der Straße in Spanien unterwegs im Gespräch gegeben wurden. Seine Frau: “Wir werden doch ohnehin von Merkel regiert.” Auch mit dieser Aussage wurde ich in den vergangenen Wochen in Spanien und in Portugal immer wieder konfrontiert. Viele hassen Merkel regelrecht und sagen dies auch. Dieselben Menschen aber, so meine Erfahrung, versprechen sich auch nichts von den Sozialisten (PSOE) – und von der neuen linken Partei Podemos. Sowohl die Ängste konservativer als auch die Hoffnungen linker Medien und politischer Entscheidungsträger in Deutschland dürften daher gleichermaßen daneben liegen, bzw. erscheinen sie verfrüht.

WuG unterwegs, Sevilla, Spanien: Der Einzelhandel und die Krise

Auf der Suche nach einem dicken Filzstift habe ich noch eine andere Seite von Sevilla entdeckt. Viele Einzelhandelsläden und Kaufhäuser, groß und klein. Und sie waren überfüllt, viele Menschen mit Einkaufstaschen. Wo also ist die Krise hier? Nun, erstens, sitzen auch viele BettlerInnen in den Straßen. Gerade erst bin ich wieder an einer vorbei gelaufen, sie, auf dem Gehweg sitzend, mit einem Pappschild vor sich: “Seit zwei Jahren ohne Arbeit, bitte helfen Sie, zu Ihren Diensten.” Zweitens, treiben sich so viele Einzelne auf den Straßen herum, verschiedene “Künste” ausübend, die meisten von ihnen – abgesehen von dem fantastischen Flamenco-Gitarristen in der Nähe der Kathedrale, zum Beispiel -, so scheint es mir, nur verzweifelt darum bemüht, etwas Geld zu verdienen. Drittens, ist nicht klar, welche der Menschen mit Einkauftaschen, Einwohner Sevillas und welche Touristen sind. Was verraten uns die Statistiken darüber, und was für Schlussfolgerungen erlauben sie? Und für was brauche ich einen dicken Filzstift?…WuG unterwegs, Sevilla, Spanien: Der Einzelhandel und die Krise (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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WuG on the way through southern Europe, Seville, Spain: What shopping tells us about the crisis

In search of a thick felt pen I discovered today another part of Seville with lots of shops and stores, big ones and small ones. And they were crowded, many people carrying shopping bags. So, where is the crisis here? Well, first, there are a lot of beggars in the streets, too; second, there are so many individuals in the streets, who practice different kinds of “arts”, most of them – apart from that fantastic flamenco guitarist close to the cathedral, for example – it seems to me are just desperately need to earn some money; third, it is not clear, who of the persons with shopping bags are locals and who are tourists. So, what do the statistics tell us, and what is the conclusion? And for what purpose I need the thick felt pen?…to read the full article take out a subscription. By paying ten Euro per month via bank transfer or paypal you will be able to open every article and read them full. To subscribe or for further information write to: redaktion@wirtschaftundgesellschaft.de.

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Bruttoinlandsprodukt und DAX – wie verhalten sich Börse und Konjunktur aktuell zueinander?

Wie haben sich Börse und Konjunktur entwickelt, und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Diese Frage stellen wir regelmäßig mit der quartalsmäßigen Veröffentlichung der ausführlichen Daten zur Wirtschaftsleistung durch das Statistische Bundesamt…Bruttoinlandsprodukt und DAX – wie verhalten sich Börse und Konjunktur aktuell zueinander? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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