Eurokrise: EZB adressierte nach eigenen Angaben ein Kernproblem erst sehr spät

Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, hat der portugiesischen Tageszeitung Público ein interessantes Interview gegeben. Demnach hat die EZB ein Kernproblem der Krisenpolitik erst sehr spät adressiert. Tatsächlich handelt sie bis heute nicht konsequent.

Das Problem der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage

Auf die Frage, ob die EZB nicht zu spät auf die Krise reagiert habe, antwortet Praet:

Vorschau: +++ Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal +++ Spannungszahl Mai +++ Edition Mai 2016

Am 24. Mai präsentiert das Statistische Bundesamt die detaillierten Ergebnisse des Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2016. Wie gewohnt werden wir daraus berechnen, ob der Verteilungsspielraum ausgeschöpft worden ist, ob das Wirtschaftswachstum angemessen war, wie sich Börse und reale Wirtschaft im Verhältnis zueinander entwickelt haben. Darüber hinaus werden wir auf etwaige Besonderheiten der Ergebnisse eingehen.

Fotografie und Gesellschaft: Macht ver.di Sie wirklich stark?

An Eigenlob jedenfalls spart die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nicht. Das war schon beim gesetzlichen Mindestlohn so (siehe hier). Jetzt hat sie erneut zugeschlagen. An derselben Stelle, wo zuvor ein riesiges Plakat zum Mindestlohn prangte, hängt jetzt eines mit dieser Aufschrift:

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Konjunktur und Arbeitslosigkeit: Flassbeck irrt

Flassbeck Screenshot 2 - 21-05-2016

Ein Leser wies mich gestern auf folgende Aussage hin, die der Ökonom Heiner Flassbeck im Rahmen seiner jüngsten Konjunkturanalyse zur Europäischen Währungsunion (EWU) getroffen hat: “Erst wenn es einen unzweideutige Belebung der Konjunktur gibt, kann man auch mit den Arbeitslosenzahlen wieder als Konjunkturindikator arbeiten.” Das ist, wie unsere Konjunkturanalyse für die EWU auf Basis der Arbeitslosenzahlen zeigt, falsch (siehe zuletzt hier). Im Gegenteil, die Arbeitslosenzahlen erweisen sich auch für die EWU insgesamt – wie selbst für einzelne Länder, die sich in einer extremen Krisensituation befinden, wie beispielsweise Griechenland – als wertvoller Konjunkturindikator, sowohl im Abschwung, als auch im Aufschwung und im Konjunkturverlauf insgesamt. Einen Hinweis darauf ergibt bereits der Verlauf der Zuwachsraten von realem BIP (Konjunktur) und der Zahl der Arbeitslosen, wie die folgende Graphik für den Zeitraum 1999 bis 2015 zeigt.

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Flassbeck Screenshot 2 - 21-05-2016

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Griechenland: IWF stellt zentrales Ziel der Euro-Gruppe infrage – und hat gute Argumente

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission – die so genannte Troika – in Griechenland die Finger verbrannt. Griechenland steckt seit der Umsetzung der von der Troika oktroyierten Maßnahmen tiefer in der Krise als zuvor. Eine katastrophale Entwicklung, die nun schon über Jahre anhält (siehe hierzu die Bestandsaufnahme und Einordnung des Ökonomen und ehemaligen Mitglieds des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Claus Köhler, hier; unsere jüngste Konjunktureinschätzung zu Griechenland findet sich hier). Der IWF hat jedoch erst jüngst ein Problembewusstsein an den Tag gelegt, dass die Euro-Gruppe – das Gremium, in dem die Euro-Länder durch ihre Finanz- oder Wirtschaftsminister vertreten sind – bis heute schmerzlich vermissen lässt. Anders als das große Thema Schuldenerlass, bei dem wiederum der IWF der Euro-Gruppe, insbesondere dem deutschen Finanzminister, in die Parade fährt, wurden die folgenden Aussagen von anderen Medien aber entweder gar nicht aufgegriffen oder eben nur in Bezug auf die Schuldenproblematik (siehe zum Beispiel hier).

Inflation

Mit einer E-Mail an die Redaktion regte ein Leser jüngst an, zum Thema Inflation mehr Hintergrundinformationen zu geben. Wirtschaft und Gesellschaft – Analyse & Meinung bittet Leser und Abonnenten regelmäßig, Themen an die Redaktion zu senden, denen wir dann nach bestem Wissen und Gewissen versuchen auf den Grund zu gehen. Hier zunächst seine Fragestellung im Wortlaut:

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Konjunktur, Schweiz: Die Spannungszahl April 2016 und eine Einschätzung der Konjunktur in der Schweiz

English Summary: Most experts and analysts cited in the media expected that the fast-paced appreciation of the CHF in January 2015 would push the Swiss economy into a recession. However, the results of our comprehensive analysis on the Swiss economy published in three parts in January 2015, too, came to the conclusion that the Swiss economy will not suffer too much under the higher value of the CHF. The statistics on gross domestic product have confirmed that (see also here and most recently and comprehensively here). The weakness of the Swiss economy has rather domestic reasons as we have scrutinised and explained. On the 10th May, the State Secretariat For Economic Affairs (SECO) of Switzerland has published the data on the labour market in April 2016. We calculate on that basis every month the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts and give an estimate on the business cycle in Switzerland. 

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