Konjunktur/Deutschland: Auftragseingänge im Minus – Inland minus, Ausland plus

Die Auftragseingänge sind nach ersten vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts im Dezember gesunken. Während die Aufträge aus dem Inland gegenüber Vormonat deutlich zurückgegangen sind (-1,6%), stiegen die aus dem Ausland leicht (0,4%).

Auffallend ist, dass seit 2011 die Nachfrage aus dem Ausland außerhalb der Europäischen Währungsunion (EWU) am dynamischsten gewachsen ist, während sich die Nachfrage aus dem Inland und der EWU am schwächsten entwickelt hat. Bemerkenswert allerdings, dass sich die Dynamik in der EWU erhöht, während die in Deutschland fast auf der Stelle tritt, und so die Nachfrage aus der EWU schon wieder höher ausfällt als die aus dem Inland.

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Die Entwicklung bei den Konsumgütern zeigt wiederum, dass die Inlandsnachfrage hier das schwächste Glied in der Kette ist. Auch hier verläuft die Nachfrage aus dem Ausland außerhalb der EWU am dynamischsten.

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Auch die Auftragseingänge für die Investitionsgüter-Industrie nimmt am stärksten aus dem Ausland außerhalb der EWU zu. Hier hat selbst die Nachfrage aus der EWU zuletzt wieder die Inlandsnachfrage der vermeintlichen “Konjunkturlokomotive” Deutschland überholt, die sich seit 2012 praktisch nur seitwärts bewegt bzw. auf der Stelle tritt.

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