Tag Archiv für Deutschland

Türkei und Deutschland: Lasst sie reden!

Wer sich vor Reden türkischer Politiker in Deutschland fürchtet, traut den hier lebenden Türken nichts zu oder traut ihnen nicht. Zugleich wird mit jener Furcht unterstellt, dass die Integration von Türken in Deutschland gescheitert ist. Dafür, dass die Integration ungeachtet vieler Fortschritte durchaus auch weiterhin vor großen Herausforderungen steht – was immer auch ein negatives Schlaglicht auf die bisherigen politischen Integrationsbemühungen wirft -, spricht unter anderem der von der Kultusministerkonferenz und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Bildungsbericht, den wir unten aufgreifen. Der Bildungsbericht macht aber zugleich auch Hoffnung. Noch vielsagender für die Beantwortung der Frage, ob Erdogan und seine Minister mit Reden in Deutschland bei hier lebenden Türken auf Zustimmung stoßen, ist vielleicht aber eine Studie, in der Integration und Religion aus der Sicht von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland thematisiert werden. Wer den vielen gut integrierten Türken in Deutschland etwas zutraut, sollte Erdogan und seine Minister in Deutschland gewähren lassen – natürlich nicht, ohne entsprechende Gegenveranstaltungen nach guter demokratischer Tradition ebenfalls zuzulassen. Und er sollte sich des eigentlichen Gefahrenpotenzials versichern, das sich aus den genannten Studien ebenfalls herauslesen lässt, und diesen entgegenwirken…Türkei und Deutschland: Lasst sie reden! (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Konjunktur/Deutschland/Ost- und Westdeutschland: Die Spannungszahl Februar 2017 und eine Einschätzung der Konjunktur in Deutschland

English Summary: WuG regularly analyses the business cycle so far for Germany, France, the European Monetary Union as a whole, United States and Switzerland on the basis of the monthly data of the labour market (unemployment=supply of labour; job openings=demand of labour). Out of this we calculate the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts. The result needs then careful interpretation and allows a very early and reliable estimation of the business cycle. So far this analysis is only published in German language under subscription.

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Außenhandel: Wer ist wichtigster Handelspartner?

Noch hat das Statistische Bundesamt gar keine Meldung herausgegeben. Doch schon ist unter Berufung auf das Statistische Bundesamt in führenden Nachrichtensendern wie beispielsweise dem Deutschlandfunk zu hören und zu lesen, dass 2016 erstmals China wichtigster Handelsparter Deutschlands gewesen sei – vor Frankreich und den USA. Das ist China jedoch nur, wenn man Ausfuhren und Einfuhren summiert. Was aber sagt das über die tatsächliche Bedeutung Chinas als Handelspartner Deutschlands aus? Nicht viel. Eine sorgfältige Interpretation der Außenhandelsdaten – die in der Datenbank des Statistischen Bundesamts tatsächlich bereits zur Verfügung stehen – ist aktuell besonders relevant, weil Deutschland aufgrund seines hohen Außenhandelsbilanzüberschusses einmal mehr in der Kritik steht, jüngst erst wieder seitens der EU-Kommission, besonders aber seitens der US-Regierung. Das Land aber, mit dem Deutschland 2016 den größten Außenhandelsbilanzüberschuss erzielte, findet in der Berichterstattung aufgrund der bloßen Addition von Exporten und Importen gleich gar keine Erwähnung…Außenhandel: Wer ist wichtigster Handelspartner? (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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USA, EU, Deutschland: Was ist dran an Trumps Vorwürfen?

Der Niveauunterschied zwischen zwei ehemaligen Journalisten der “Financial Times Deutschland”, die leider nur für wenige Jahre den deutschen Zeitungsmarkt mit einem frischen Blick auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und der Welt bereicherte, könnte größer nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass der eine, Wolfgang Münchau, seinen Blick seit vielen Jahren in der weltoffenen englischen Financial Times schärft, während der andere, Thomas Fricke, sich mittlerweile als Unterhaltungskünstler bei Spiegel online versucht.

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Neuer Rekordüberschuss im Außenhandel könnte Protektionismus befeuern

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Außenhandelsdaten für das Jahr 2016 veröffentlicht. Der deutsche Außenhandel mit dem Rest der Welt verzeichnete demnach einen neuen Rekordüberschuss, der noch dazu den Rekord aus dem Vorjahr “deutlich übertroffen” hat. Interessant ist seit der Wahl Trumps, aber auch seit der Entscheidung über den Brexit, die gestern erst durch das britische Parlament bestätigt wurde, weniger der Rekord selbst, sondern dessen politische Dimension. Dabei liefert nicht nur das Statistische Bundesamt mit seinen nüchternen Daten den Kritikern des deutschen Exportüberschusses neue Munition. In dieser Hinsicht vielsagend war bereits eine vorgestern in den USA veröffentlichte offizielle Statistik, die darüber informierte, dass der drittgrößte Anteil am Außenhandelsdefizit der USA auf Deutschland entfällt – noch vor Mexiko, das Trump ja bekanntlich, neben China, auch außenwirtschaftlich ein Dorn im Auge ist. Der politische Druck aus dem Ausland ist seit Trump so groß, dass zumindest einige Medien, die bisher noch jedesmal den deutschen Exportüberschuss feierten, die Kritik daran nicht länger verschweigen (siehe zum Beispiel Handelsblatt und Deutschlandfunk). Andere Medien, wie beispielsweise Spiegel online, deutsche Politiker und deutsche Wirtschaftswissenschaftler meinen hingegen die Kritik weiter ignorieren zu dürfen (siehe hierzu auch unsere Kritik am Herausgeber des Handelsblatts, Gabor Steingart, und zur Aufregung über Trump und den britischen Finanzminister Hammond hier); aber selbst sie können den drohenden Protektionismus nicht länger ignorieren, wenn sie sich auch weigern, ihn in einen ursächlichen Zusammenhang mit dem deutschen Außenhandelsüberschuss zu stellen.

Konjunktur/Deutschland/Ost- und Westdeutschland: Die Spannungszahl Januar 2017 und eine Einschätzung der Konjunktur in Deutschland

English Summary: WuG regularly analyses the business cycle so far for Germany, France, the European Monetary Union as a whole, United States and Switzerland on the basis of the monthly data of the labour market (unemployment=supply of labour; job openings=demand of labour). Out of this we calculate the economic activity indicator developed by Claus Köhler, former member of the German Council of Economic Experts. The result needs then careful interpretation and allows a very early and reliable estimation of the business cycle. So far this analysis is only published in German language under subscription.