Archiv für Medien

Trump, Brexit: Warum deutsche Medien regelmäßig daneben liegen

Die Berichterstattung deutscher Medien ist möglicherweise Opfer der Wunschvorstellungen ihrer Redaktionen. Eine Konsequenz: Die Menschen werden schlecht informiert.

Das jüngste Beispiel: Die Nachwahl in Georgia, USA. Was wurde nicht alles in diese Wahl hineininterpretiert. Wenn jetzt, nach dem Sieg des republikanischen Kandidaten, der Spiegel mit “Nur Anti-Trump – das reicht nicht“ aufmacht, dann sollten sich das Magazin wie die einschlägigen Medien in Deutschland insgesamt dies gleichsam als Spiegel vorhalten, um ihrer eigene Arbeit einmal selbstkritisch in Augenschein zu nehmen.

Medienanalyse, Mai 2017: Wie häufig kamen die Parteien im öffentlichen Rundfunk zu Wort (seit Mai 2016: nachrichtlich ergänzt um AfD und FDP)?

English summary: Each month WuG presents a media analysis answering the question how often German parties, represented in the national parliament of the Federal Republic of Germany, Deutsche Bundestag, are being interviewed by German public broadcasting. This is in our view decisive for a democratic formation of opinion.

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Großbritannien: Konjunktur und Wahlen

Angesichts des Wahl-Debakels für Theresa May schießen erneut die wildesten Spekulationen über einen nun doch wieder in Frage stehenden Brexit ins Kraut. Auch wäre die britische Währung bereits wieder eingebrochen, und um die britische Konjunktur sei es nicht gut bestellt. Was ist dran an diesem Tenor? Hier unsere aktuelle Konjunkturanalyse…Großbritannien: Konjunktur und Wahlen (vollständiger Beitrag im Abonnement)

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Lohnentwicklung, EZB: Die Gewerkschaften sollten auf Draghi hören

Gestern hat sich der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zur aktuellen Geldpolitik, zur Wirtschaftslage und zur Kreditentwicklung geäußert. Die EZB ließ den Leitzins und die darüber hinaus gehenden, expansiven geldpolitischen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur unverändert. Die zurückhaltende Einschätzung Draghis gibt auch keinen Anlass zu vermuten, dass sich dies so schnell ändert. Eine wesentliche Rolle für die zwar verbesserte, aber immer noch unbefriedigende Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität, die damit verbundene Unterauslastung der Produktionskapazitäten und die Unterschreitung des Inflationsziels von “unter, aber nahe zwei Prozent” scheint dabei für Draghi die Lohnentwicklung zu spielen.

50 Jahre “Magisches Viereck”: Wirtschaftsweiser stimmt unserer Analyse zu

In einem Leserbrief zum heute erschienenen Beitrag “50 Jahre ´Magisches Viereck´: Statistisches Bundesamt stellt fragwürdige These dazu auf” stimmt das ehemalige Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, Claus Köhler, unserer Analyse zu.

50 Jahre “Magisches Viereck”: Statistisches Bundesamt stellt fragwürdige These dazu auf

Magisches Viereck - 08-06-2017

Das ist für sich genommen erst einmal ein großes Verdienst: Das Statistische Bundesamt macht darauf aufmerksam, dass sich das “Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft”, berühmt geworden als Stabilitätsgesetz oder als Magisches Viereck, heute zum fünfzigsten Mal jährt. Die wirtschaftspolitische These allerdings, die das Statistische Bundesamt dazu aufstellt, ist fragwürdig und irritierend.

Bundestagswahl: 12 Jahre Merkel – 19 Jahre ohne Alternative

Seit zwölf Jahren ist Angela Merkel an der Macht. Davor herrschte Gerhard Schröder. Insgesamt neunzehn Jahre Alternativlosigkeit. Ganze Generationen sind unter ihnen herangewachsen, haben nie etwas anderes kennengelernt, hatten nie eine wirkliche Wahl. Die große Leerstelle von Anfang an: die SPD. Vor 19 Jahren zumindest noch in Teilen mit einem Gestaltungsanspruch angetreten, hat sie sich selbst zum verlängerten Arm vermeintlicher Wirtschaftsinteressen gemacht. Vermeintlich deswegen, weil sie mit der Agenda 2010 tatsächlich ja gar nicht der Wirtschaft einen Gefallen getan hat.

Handelspolitik USA – Deutschland: Wer nicht hören will, muss fühlen

Die Auslandstour von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in die USA ist vor allem eine plumpe Tour. So plump verteidigt sie den deutschen Außenhandelsüberschuss, dass man allein deswegen hoffen muss, dass sie scheitert. Nichts kann den hohen deutschen Außenhandelsüberschuss rechtfertigen. Weder die heimische Gesetzgebung, die von der Politik verlangt, für ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht zu sorgen, noch die ökonomische Logik, die besagt, dass der Außenhandelsüberschuss des einen, das Außenhandelsdefizit des anderen ist.